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Abwechslungsreiche Kleintierausstellung in Oberägeri

Gegen 1000 Personen besuchten am Sonntag die Kleintierausstellung des Ornithologischen Vereins Oberägeri und Umgebung. Eine gefährdete Tierart erweckte besonderes Interesse.
Martin Mühlebach
Ein Mädchen geht an der Kleintierausstellung auf Tuchfühlung. (Bild: Maria Schmid, Oberägeri, 12. Mai 2019)

Ein Mädchen geht an der Kleintierausstellung auf Tuchfühlung. (Bild: Maria Schmid, Oberägeri, 12. Mai 2019)

Die Familie Henggeler aus Unterägeri, die mit viel Hingabe und Liebe Kleintiere züchtet, präsentierte gestern an der Kleintierausstellung des Ornithologischen Vereins Oberägeri Kupferhalsziegen und Walliser Landschafe. Diese Tiere wurden von den Ausstellungsbesucherinnen und Besuchern zurecht eingehend bewundert. Besonderes Interesse erweckten die vom Aussterben bedrohten Kupferhalsziegen, deren zweifarbiges Haarkleid durch eine scharfe Linie getrennt ist. Die vordere Körperhälfte dieser Tiere ist kupferfarben, die hintere Körperhälfte ist weiss.

«Das Züchten dieser Tiere bereitet meinem Mann und mir viel Freude, obschon deren Pflege sehr aufwendig ist», so die stolze Züchterin Edith Henggeler gegenüber unserer Zeitung. «Wenn sie ihr Haarkleid an einem harten Gegenstand reiben, verfilzt es derart, dass man es mit einer Bürste oder gar mit einer Schere bearbeiten muss», führte die Züchterin weiter aus.

Immer am Muttertag

Dominik Iten (34), der Präsident des Ornithologischen Vereins, der Seidenhühner, Wachteln und Zwerghasen züchtet, betonte: «Tierzucht ist ein wertvolles Hobby, das die Liebe und das Verständnis für die Natur und Tierwelt fördert.» Iten weiss, wovon er spricht. Er erzählt: «Als ich meinen sechsten Geburtstag feierte, schenkte mir mein Götti drei Seidenhühner. Seitdem züchte ich diese Rasse. Meine Kinder Amelie (2), Timo (4) und Ben (6) verfolgen mein Hobby ebenso enthusiastisch wie ich.» Die zweijährige Amelie halte vor allem die gelben Seidenhühner bei jeder Gelegenheit liebevoll in ihren Händen.

Wer aus Platzgründen keine Kleintiere züchten kann, konnte an der Ausstellung von der Fellnähgruppe Höfe aus Tierfellen hergestellte Kuscheltiere erwerben, während Thomas Besmer aus Oberägeri faszinierende Holzschnitzereien zum Kauf anbot. Iten betont, dass die Kleintierausstellung in Oberägeri immer am Muttertag stattfinde. Viele Familie würden diesen Anlass besuchen, um das Mittagessen gemeinsam in der Festwirtschaft einnehmen zu können. Ein ganz spezieller Dank gebühre den politischen Behörden von Oberägeri, die dem Ornithologischen Verein sämtliche Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung stellten.

Sichtlich erfreut verriet der Präsident des Ornithologischen Vereins, Dominik Iten, abschliessend noch: «Im kommenden Dezember wird in der Maienmatt in Oberägeri die Kantonale Zuger und Schwyzer Kleintierausstellung stattfinden.» Erwartet würden über 1000 Tiere, aus denen eine Fachjury die Kantonalsieger erküren werde.

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