Die Gemeinde Baar will 140 weitere Unterflurcontainer bauen

An der Gemeindeversammlung vom 1. Oktober wird dafür ein entsprechender Kredit vorgelegt.

Rahel Hug
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Ein Unterflurcontainer in Baar wird geleert. Im Bild sind der ehemalige Zeba-Verwaltungsratspräsident Paul Langenegger (rechts) und Guido Hegglin zu sehen.

Ein Unterflurcontainer in Baar wird geleert. Im Bild sind der ehemalige Zeba-Verwaltungsratspräsident Paul Langenegger (rechts) und Guido Hegglin zu sehen.

Bild: Stefan Kaiser (5. September 2018)

In Baar haben sich wegen der Coronapandemie die Geschäfte, über die der Souverän abstimmen darf, angestaut. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Gemeindeversammlung in zwei Teilen durchzuführen. Am 16. September genehmigten die Stimmbürger unter anderem Kredite für das Schulhaus Wiesental, das Schulhaus Sternmatt 1 und die Dreifachturnhalle Sternmatt 2.

Am Donnerstag, 1. Oktober, folgt der zweite Teil (siehe Box). Der grösste Posten ist der Bruttokredit von 1,8 Millionen Franken für die Umsetzungsstrategie zum Bau von Unterflurcontainern (UFC). Die Gemeindekasse soll aber nur mit 800 000 Franken belastet werden, da der Abfallverband Zeba rund eine Million Franken beisteuert. In Baar gibt es bereits 30 UFC. Nun sollen bis ins Jahr 2030 rund 140 weitere Anlagen erstellt werden. «Ab diesem Zeitpunkt will der Zeba Hauskehricht nur noch in Unterflurcontainern einsammeln», teilt die Gemeinde mit. Die Strategie gilt für alle Zuger Gemeinden.

Die Traktanden

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 1. Oktober (19.30 Uhr, Waldmannhalle), stehen folgende Traktanden auf dem Programm: Unterflurcontainer für Hauskehricht, Kreditantrag; Hopp-la Baar – Neugestaltung Spielplatz Sternmatt 1 und Zugerweg, Baukredit; Motion der GLP betreffend «Nachhaltige Investitionen»; Motion der ALG betreffend «Gemeindliche Klimastrategie»; Interpellation der FDP betreffend «Schulraumplanung». (rh)

Der durch die Entsorgung ausgelöste Verkehr könne dadurch reduziert werden und die blauen Abfallsäcke sowie Rollcontainer verschwinden aus dem Strassenbild. Für die Bevölkerung besteht eine Entsorgungsmöglichkeit rund um die Uhr. Ein Nachteil sind teilweise grössere Gehdistanzen. Dazu heisst es in der Vorlage zur Versammlung: «Gemäss Bundesgerichtsurteil ist eine Gehdistanz von 350 Metern zu einem UFC zulässig. Die Gemeinde Baar strebt jedoch kürzere Gehdistanzen von rund 200 Metern an.»

Der Teufel liegt 
im Detail

Neben den UFC wird die Versammlung über einen Kredit von 705 000 Franken für die Realisierung eines Generationenparcours im Gebiet Sternmatt 1/Zugerweg entscheiden.

Der Gemeinderat hat die Ortsparteien auf seiner Seite. Links bis rechts befürworten beide Kredite. Doch der Teufel liegt im Detail: Bei den UFC wird die Frage zu reden geben, ob die Gemeinde für die Projektleitung eine neue 40-Prozent-Stelle schaffen soll. Die SVP verlangt, «dass zuerst alle verwaltungsinternen Ressourcen – auch abteilungsübergreifende – geprüft werden». Dieselbe Meinung vertritt die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission.

Beim Spielplatz gibt der geplante mobile Kiosk Anlass zu Diskussionen. Mehrere Kommissionen wie auch die Mehrheit der Parteien fordern, das Konzept zu überdenken. Die nächsten Verpflegungsmöglichkeiten seien in kurzer Wegdistanz erreichbar, heisst es etwa bei der SP.