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Markus Lüdin, Rektor der Kantonsschule Menzingen: «Die Herren haben sich zurückgehalten»

Am Donnerstagabend, 28. Juni, war es endlich soweit: 64 Schüler der Kantonsschule Menzingen konnten an der Maturafeier ihre verdienten Zeugnisse entgegennehmen. Die drei besten Abschlüsse liegen ganz in Frauenhand.
Christian Tschümperlin
Abschlussfeier der Kanti Menzingen im Zentrum Schützenmatt. (Bild: Maria Schmid (Menzingen, 28. Juni 2018 ))

Abschlussfeier der Kanti Menzingen im Zentrum Schützenmatt. (Bild: Maria Schmid (Menzingen, 28. Juni 2018 ))

«Wir haben uns sehr auf diese Feier gefreut und den ganzen Morgen gesanglich geprobt. Es ist alles gut gegangen, mein Solo sitzt», sagt Sirin Odermatt (19) aus Walchwil am Eingang der Mehrzweckhalle im Zentrum Schützenmatt in Menzingen.

Beim Lied «An Tagen wie diesen» von der deutschen Band die Toten Hosen, das alle Absolventen zum Auftakt gemeinsam anstimmen, ist den Sängern die Nervosität anfangs noch ein wenig anzumerken. Doch im Laufe des Liedes kommt Stimmung auf und das Publikum quittiert den Auftritt mit viel Applaus.

Nicht alles ist Gold, was glänzt

In seiner Ansprache fragt Rektor Markus Lüdin dann rhetorisch, wozu Allgemeinwissen in postfaktischen Zeiten noch gut sei? Bezugnehmend auf ein Bild des Künstlers Ai Weiwei, welches das Goldene Zeitalter zeigen soll, sagte er, es sei nicht alles Gold, was glänzt. Beim näheren Hinschauen entpuppen sich die Ornamente nämlich als Logos von Twitter oder als Überwachungskameras. «Wie können wir uns in postfaktischen Zeiten gegen Lügen schützen? Das Gegenmittel heisst Bildung», stellt der Rektor fest.

«Habt den Mut, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen. Werft nicht nur euer Wissen, sondern auch eure Ideale, euer Herz und euren Mut in die Waagschale», fordert er. Maturand Fabian Windisch dankt in seiner Rede den Lehrern, Eltern und nicht zuletzt den Steuerzahlern, bevor ein Medley angestimmt wird, bei dem Sirin Odermatt ihr kraftvolles Solo singt.

Beim darauffolgenden Sketch tritt Noah Pasqualini vor eine sehr skeptische Prüfungskommission. Spitzfindig sagt er im Laufe des Gesprächs: «Sie suchen doch eigentlich einen Kompetenz-Schubladen-Korpus, jemanden, bei dem auf Knopfdruck die richtige Antwort kommt. Prämieren sie nicht die Maturanden, sondern ihre Laptops».

Auf Freestyle-Fussball folgt der Bildungsdirektor

Nach einer Freestyle-Nummer mit Fussball überbringt Bildungsdirektor Stephan Schleiss den herzlichen Glückwunsch der Regierung. Für seine Rede habe er wie immer, wenn er sich ein Bild machen wolle, im Gesetz nachgeschaut. Aufgabe eines Gymnasiums sei es, zur persönlichen Reife zu gelangen, die auf anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft vorbereitet. «Sie gehören nicht auf die Tribüne des Lebens, sie gehören definitiv auf das Spielfeld des Lebens», schlussfolgert er.

Die Zeugnisübergabe leitet der Rektor mit den Worten ein: «Für einige wurde die Matura zur Zitterpartie, aber ihr habt es ja geschafft». Die Zeugnisse übergab dann der Bildungsrektor. Als Erstes bekam Jonas Ammann, Klasse 4a, sein Zeugnis, es folgten jeweils in alphabetischer Reihenfolge die Absolventen der Klassen 4b, 4c und 4z. Die beste Note erhielt mit einem Durchschnitt von 5,58 Athina Waser (18) aus Hünenberg. Auf sie folgten Lea Gehrig aus Hünenberg mit einem Schnitt von 5,36 und Sujeni Ragavan aus Baar mit einer Abschlussnote von 5,27. «Die Herren haben sich etwas zurückgehalten», so der Rektor. Athina Waser will nach der Matura Musik studieren. Sie hatte die Feier auf dem Klavier begleitet.

Einen Sozialpreis für ihr Engagement in der Klasse erhielten: Lynn Mösch, Klasse 4a, die von Anfang an Vokabular ins Quizlet hochgeladen hat und beim Komponieren des Klassensongs mithalf, Léna Thurnherr, Klasse 4b, die Fröhlichkeit und Geduld bewies und sich oft freiwillig meldete, Noemi Amrhein, Klasse 4c, die immer den Überblick gehabt habe, sowie Debora Keiser der «aufmüpfigen» Klasse 4z. Sie hatte viel Energie in ihre Klasse gesteckt.

Die 64 Absolventen

Auch sie haben ihre Matura im Sack: Melanie Agner, Baar; Lukas Ammann, Baar; Noemi Amrhein, Hünenberg See; Luca Bächler, Zug; Jessica Baumann, Cham; Julia Baumann, Steinhausen; Nina Baumann, Baar; Andrina Bischof, Zug; Michelle Blattmann, Allenwinden; Lorena Bösch, Walchwil; Fiona Bösiger, Zug; Sofie Bruhin, Oberwil b. Zug; Dario Buob, Baar; Leonie Dittli, Zug; Yannick Dousse, Rotkreuz; Jasmin Fellegger, Walchwil; Bastiaan Feurer, Oberägeri; Kevin Fontana, Neuheim; Lea Gehrig, Hünenberg; Raphael Grob, Cham; Janany Gunasegaram, Baar; Leonie Heiner, Zug; Tessa Henggeler, Unterägeri; Ramon Horat, Steinhausen; Dario Huber, Zug; Nicole Hürlimann, Buonas; Jago Irányi, Steinhausen; Antonia Jochberg, Unterägeri; Petra Juric, Baar; Stefanie Kaufmann, Cham; Debora Keiser, Baar; Kevin Kögler, Walchwil; Nathalie Kryenbühl, Oberägeri; Matthias Leitner, Unterägeri; Philip Lötscher, Zug; Max Mangos, Oberägeri; Livia Meier, Cham; Zoé Meier, Zug; Lynn Mösch, Hagendorn; Salome Müller, Walchwil; Loris Nussbaumer, Steinhausen; Luca Nussbaumer, Cham; Sirin Odermatt, Walchwil; Noah Pasqualini, Cham; Tim Portmann, Baar; Sujeni Ragavan, Baar; Florin Schälchli, Oberägeri; Jean-Luc Scheiber, Baar; Jason Schicker, Neuheim; Nora Schönenberger, Unterägeri; Nicola Scotoni, Baar; Lara Sismondi, Baar; Rico Staub, Unterägeri; Ramona Stauffacher, Edlibach; Jan Steiner, Oberägeri; Alexandra Stieger, Meierskappel; Antoine Suter, Menzingen; Karthiya Thavakumar, Baar; Léna Thurnherr, Baar; Alissa Ulmi, Hünenberg; Athina Waser, Hünenberg; Sabrina Wettach, Baar; Mario Wiesendanger, Neuheim; Fabian Windisch, Cham.

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