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Leserbrief

Die Kantonsschule Ennetsee sorgt für Diskussionen

Zur Abstimmung vom 10. Februar in der Gemeinde Cham

Im Moment brauchen wir keine neue Kantonsschule. Der vorhandene Platz reicht aus. Für die Zukunft aber ist es anders. Aufgrund von Wachstumsprognosen rechnet der Kanton, dass ab dem Jahr 2035 etwa 600 bis 800 zusätzliche Kantonsschulplätze nötig sein werden und er plant, eine neue Kanti in Cham. Unser Gemeinderat ist erfreut und erhofft sich davon eine Steigerung der Attraktivität für Cham und einen Standortvorteil im Wettbewerb mit anderen. Er wirbt deshalb für die neue Schule auf Chamer Boden und ist auch bereit, einen Standortbeitrag bis 20 Millionen Franken zu leisten. Die höhere Attraktivität, rechnet er, bringe mehr Leute, Arbeitsplätze, Wirtschaft, das heisst mehr Wachstum, in unsere Stadt. Zu diesem Zweck will der Gemeinderat ein grosses Stück, bestes Landwirtschaftsland (3,8 ha Allmendhof/Röhrliberg) opfern, das heisst umzonen und verbauen.

Und wenn die Rechnung aufgeht und viele neue Menschen, Wirtschaft, Wachstum zu uns kommen, dann wird die Prognose bestätigt. Die Schule wird gefüllt sein mit den neuen Kindern und beweist damit ihre Notwendigkeit. Dumm ist nur, alle, die da kommen, brauchen wieder Platz zum Wohnen, Arbeiten, Leben und wollen auch wieder wachsen. Es braucht wieder neue Schulen, Gebäude, Strassen, Plätze. Und für all das müssen wir wieder neues Land einzonen und verbauen. Immer weiter und weiter, bis kein freies Land, keine Natur mehr da sind. Wollen wir das wirklich? Was sagen wir unseren Enkeln und Urenkeln, wenn sie eines Tages fragen stellen?

Wilfried Wimmer, Cham

Eines ist am gemeindlichen Informationsabend klar geworden: Alle Chamerinnen und Chamer sind für eine gute Bildung und wollen in die Jugend investieren. Aber eben: nicht heute, lieber ein paar Jahre später, nicht auf der grünen Wiese, nicht im Quartier Röhrliberg und schon gar nicht zu diesen Kosten. Doch handeln wir heute mit Weitsicht, denn die neue Kantonsschule steht bei optimalen Rahmenbedingungen erst im Jahr 2030. Wir sind es der kommenden Generation schuldig, heute die Weichen für einen sinnvollen Standort zu stellen. Der Ennetsee wächst und die Bevölkerung wird zunehmen. Schicken wir nicht noch mehr Schulkinder in die Stadt Zug und hoch nach Menzingen. Dies macht weder ökologisch noch ökonomisch Sinn. Als schöner Nebeneffekt erhält die Gemeinde Cham 4 Millionen Franken als Grundstückgewinnsteuer zusätzlich in die Gemeindekasse. Nehmen wir heute das Heft in die Hand! Die kommende Jugend wird es uns danken. Zweimal Ja für eine Kantonsschule im Ennetsee.

Monika Kaufmann-Bienz, Cham

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