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Die Kiss-Genossenschaften etablieren sich

Nachbarschaftshilfe Kiss («Keep it small and simple») ist eine Nachbarschaftshilfe, die auf der Währung Zeit basiert. Wer sich freiwillig engagiert, kann sich die Arbeitszeit gutschreiben lassen und später beziehen. Die Kiss-Genossenschaft Zug feiert bereits das einjährige Bestehen. Aktuell verzeichnet sie 120 Mitglieder aus allen Stadtzuger Quartieren, einzelne auch aus anderen Gemeinden. «Wir freuen uns sehr, wie schnell und erfolgreich der Aufbau unserer Genossenschaft vonstattenging», sagt Tabea Zimmermann Gibson, Präsidentin Kiss-Genossenschaft Zug. Bereits 47 Unterstützungsduos, sogenannte Tandems, hätten sich gebildet, sagt die Präsidentin. Als Herausforderung nennt sie die Finanzen: «Trotz der grossen Unterstützung durch den kantonalen Lotteriefonds und durch die Stadt Zug müssen wir viel Aufwand betreiben, um via Stiftungen und andere Geldgebern das Notwendigste finanzieren zu können.» Dienstleistungen im Haushalt sind momentan besonders gesucht: «Diese sind sehr gefragt bei unseren nehmenden Mitgliedern», so Zimmermann Gibson. Weiter werden auch die Kennenlern- und Kontaktmöglichkeiten ausgebaut, damit auch der «Kitt» untereinander stärker wird. In der Anfangsphase habe die Kiss-Genossenschaft Zug vom Chamer Beispiel profitieren können. «Dank der Erfahrungen aus Cham ging der Aufbau in Zug zügig und zu aller Zufriedenheit über die Bühne», sagt Zimmermann Gibson.

Auch in der Ennetsee-Gemeinde ist Geschäftsführerin Karin Pasamontes zufrieden. Die Pilotphase von Mai 2015 bis Ende dieses Jahres könne als erfolgreich bezeichnet werden. So sei die Akzeptanz von Kiss als ergänzende Nachbarschaftshilfe gestiegen. Über 170 Genossenschaftler gehören der Körperschaft inzwischen an, ungefähr 150 Tandems sind in diesem Jahr bis September tätig. 2015 wurden 1770 Stunden und 2016 schon 4800 Stunden geleistet. Dass die zunächst rasante Zunahme von Neumitgliedern inzwischen ein bisschen abgenommen hat, kommt der Geschäftsführerin recht: «So können wir der Betreuung und Begleitung der Genossenschafter mehr Zeit einräumen, Ressourcen und Bedürfnisse erfassen und mit Gemeinschaftsprojekten zur Stärkung des Kitts beitragen.» Die Kiss-Genossenschaft Cham strebt ein Wachstum von 10 Prozent bis 2020 an. Zudem soll die Integration von jungen Genossenschaftlern gefördert werden. (mua)

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