Die Kommission soll die neue Kulturstrategie der Stadt Zug begleiten

Auf den Aufruf für Neumitglieder der Stadtzuger Kulturkommission haben sich 18 Personen gemeldet. Die drei Neuen sind bereits gefordert.

Laura Sibold
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Mittlerweile ist die Stadtzuger Kulturkommission wieder komplett. Der Stadtrat will eine neue Kulturstrategie samt Reglement zur Kulturförderung entwickeln und eine neue Abteilung Kultur schaffen. Doch die Fraktionen SVP und GLP misstrauten dem rasanten Vorgehen des Stadtrates und reichten bereits Mitte Januar im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) eine Kleine Anfrage ein. Es sei ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um mit einer überstürzten Neubesetzung der Kulturkommission das Vertrauen wiederherzustellen, heisst es im Vorstoss.

In seiner Antwort argumentiert der Stadtrat mit der Beschlussfähigkeit des Gremiums, die bei Abwesenheiten gefährdet gewesen sei. Die Kommission habe nur noch aus drei verwaltungsexternen Mitgliedern und dem Präsidenten bestanden statt deren fünf bis sieben. Deshalb habe der Rat am 18. Februar für drei Mitglieder eine Ergänzungswahl bis Ende Legislatur vorgenommen. Es sind dies Andreas Elmiger (61), Vreni Fasan-Hitz (62) und Julia Häcki (35).

Öffentlicher Workshop ist für den Mai geplant

Als Kriterien hätten gegolten: «Ein Bezug zu unserer Stadt, grosses Interesse an der Kultur in Zug, Erfahrungen als regelmässiger Besucher von kulturellen Anlässen, ein breites Interesse an allen Kulturbereichen, Kenntnisse von Vereinsstrukturen, der Wille, in einem beratenden Gremium mitzuarbeiten und das kulturelle Leben in der Stadt Zug aktiv zu begleiten.»

Bei der Besetzung von Kommissionen würden Personen gesucht, die von anderen Mitgliedern oder verwaltungsinternen Fachleuten oder Berufsverbänden empfohlen würden, schreibt der Stadtrat. Um neue Mitglieder aus dem kulturinteressierten Publikum zu gewinnen, habe man Ende November einen Aufruf gestartet, woraufhin sich bis am 9. Januar 18 Personen beworben hätten. Daraus habe man neun Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach dem weiteren Vorgehen gefragt, nimmt der Stadtrat Bezug auf die geplante neue Kulturstrategie. An dieser solle auch die Kommission mitarbeiten und es seien Vorbereitungen im Gange; ein erster öffentlicher Workshop sei im Mai geplant, ein weiterer im Herbst.

«Gestützt auf die Kulturstrategie wird die Frage zu beantworten sein, ob rechtliche Anpassungen bezüglich Kulturreglement notwendig werden.»

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) habe der Rechnungsprüfungskommission (RPK) den Auftrag erteilt, «im Rahmen der Prüfung der Rechnung 2019 die Konten der Kultur von 2019 und 2018 mit einem externen Prüfungsunternehmen einer Schwerpunktprüfung zu unterziehen», heisst es weiter. Je nach Erkenntnissen werde die RPK anschliessend die Konten der Kultur der Geschäftsjahre 2015 bis 2017 überprüfen und zuhanden der GPK bis Mai einen Bericht erstellen.