Leserbrief

Die Kunst mit der Kultur

«Die Stadt Zug gibt der Kulturförderung mehr Gewicht», Ausgabe vom 24.Februar

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Die Stadtzuger Politik hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Kulturpolitik bzw. der Vergabe von Kulturgeldern beschäftigt, welche in der Aufgabe der zuständigen Kulturkommission liegt.

Aufgrund zahlreicher politischer Vorstösse wurde ersichtlich, dass Ausstandspflichten zwar eingehalten, aber nicht korrekt protokolliert wurden und ein Kommissionsmitglied bei der Vergabe eines Stipendiums berücksichtigt wurde.

Der zuständige Stadtrat und Stadtpräsident Karl Kobelt hat dafür Verantwortung übernommen und innerhalb weniger Monate die Kulturkommission neu besetzt, eine professionellere Struktur angekündigt und eine konkrete Strategie in Aussicht gestellt, welche von der neuen Kommission ausgearbeitet werden soll.

Fehler dürfen passieren – auch in der Verwaltung, auch in der Politik. Denn Fehler sind eine Chance, Bestehendes zu hinterfragen und zu lernen. Als Politiker haben wir aber nicht nur die Aufgabe, Unstimmigkeiten in der Verwaltung aufzudecken und Bestehendes kritisch zu hinterfragen, sondern müssen dem Stadtrat auch die Möglichkeit einräumen, aus Verfehlungen zu lernen und entsprechende Massnahmen abzuleiten.

Es darf und muss auch eine Fehlerkultur in der Politik gelebt und der Verwaltung zugestanden werden. Das richtige Mass an Kritik und Vertrauen – gerade gegenüber der Stadtzuger Exekutive und Verwaltung ist eine anspruchsvolle Kunst in der Stadtzuger Politkultur, die noch mehr gelebt werden darf.

Etienne Schumpf, Fraktionschef FDP, Grosser Gemeinderat Stadt Zug, Zug