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Die Kurznachrichten vom Januar 1868

Eine wichtige Nachricht

Zug Der Kanton Zug konnte einem Auslieferungsbegehren des Kantons Schwyz bisher nicht entsprechen. Der Grund ist einleuchtend und soll den Lesern auf keinen Fall vorenthalten werden: «Der Auszuliefernde hat sich aus dem Kanton fortbegeben.»

Eine besondere Bitte

Zug Der Archivar des Herausgebers der «Neuen Zuger-Zeitung» arbeitet offensichtlich liederlich: In einer Anzeige werden die Nummern 4, 5 und 47 des «Zugerbieters» zurückerbeten, «von solchen, welche diese Blätter nicht extra aufbewahren».

Gesittete Neuheimer

Zug Die Geburtenstatistik für das Jahr 1867 zählt im Kanton insgesamt 605 Kinder (305 Knaben und 300 Mädchen). Nur in den Gemeinden Risch und Neuheim sind – wenigstens offiziell – keine unehelichen Kinder zur Welt gekommen. Am meisten Geburten verzeichnet Zug mit 102 – 9 davon sind unehelich. Auf Platz zwei folgt Oberägeri mit 76 Kindern – 5 davon unehelich.

Kurze Schwangerschaft

Glarus Aus der «Glarner Zeitung» wird zitiert, dass in der Gemeinde Mollis «gegenwärtig 5 Geschwister leben, welche zusammen ein Alter von über 400 Jahren haben, und von denen jedes das 80. Lebensjahr hinter sich hat» – man rechne. Es handle sich um «einen Beweis für die Zuträglichkeit des hiesigen Klimas».

Kalt gebadet

Luzern Der Vierwaldstättersee hat «in der Nähe der Stadt Luzern» angefangen zuzufrieren. Das sei längere Zeit nicht mehr geschehen. Der Rotsee ist bereits zugefroren – offensichtlich aber nicht überall gleich stark, was einem Schlittschuhläufer am Neujahrstag beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Er fuhr «auf einmal ins Wasser hinunter. Ohne die rasche Entschlossenheit einiger junger Herren wäre der junge Mensch unfehlbar in dem kalten Bade Grunde gegangen.»

Klares Politikerprofil

Zug Die Grossratswahlen stehen bevor. Die «Neue Zuger-Zeitung» sagt den Wählern bereits, wem sie ihre Stimmen geben sollen: Männern nämlich, die «rechtschaffen, erfahren, religiös und wohlgesinnt» sind. Und die «ein warmes Herz und einen festen, unentwegten Sinn für die wahren und höchsten Interessen des Landes besitzen». Männern auch, die «fern von gewagter Experimentiersucht und geld- und zeitraubenden schwindelhaften Neuerungen einem (...) umsichtigen Fortschritt huldigen».

Im Süden nichts Neues

Italien Schon 1868 steht es um den italienischen Staatshaushalt schlecht. Das Budget sieht gemäss der offensichtlich bestens informierten «Neuen Zuger-Zeitung» Ausgaben von 1002156174,35 Franken und Einnahmen von 799126100,77 Franken vor. Der Autor orakelt, dass die Mehrausgaben im Lauf des Jahres sogar auf 400 Millionen Franken ansteigen könnten. Woher er das weiss, ist nicht bekannt.

Ehemann gesucht

Aargau In Mellingen wurden im Jahr 1867 «ungefähr 30 Kinder» geboren, «wovon 2/8 Mädchen sind». Dieser «Bestand» sei sehr bedenklich, «weil dieses Verhältnis bis hinauf zu den Jünglingen und Jungfrauen sich gleich bleibt». Weil manche Männer die Frauen «auswärts her holen», sind «die Aussichten für die heiratslustigen Töchter (...) nicht sehr tröstlich».

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