Die Leitung spart zuerst an sich selbst

Der Verein Zuger Jugendtreffpunkte hat gespart - zwangsweise. Doch auf Dauer brauche es dringend wieder mehr Geld, heisst es.

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Rolf Kalchofner, Geschäftsleiter Verein Zuger Jugendtreffpunkt. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Rolf Kalchofner, Geschäftsleiter Verein Zuger Jugendtreffpunkt. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Ende November hat das Stadtparlament entschieden, dass der Verein Zuger Jugendtreffpunkte (ZJT). im laufenden Jahr mit 75'000 Franken weniger auskommen muss als noch 2010. Für den Verein, der unter anderem Träger des Jugendkulturhauses Industrie 45 (i45) ist, hiess es also sparen.

«Wir wollten unter keinen Umständen die Jugendlichen strafen», sagt ZJT-Geschäftsleiter Rolf Kalchofner. «Sie sollten in unseren Dienstleistungen nichts vom Fehlentscheid des Parlaments merken.» Deshalb hat sich die Bereichs- und Geschäftsleitung entschieden, die Pensen zu reduzieren. «Um im Gegenzug die Basisstellen zu retten.» Also um die Soziokulturellen Animatoren unter Vertrag zu behalten, die im direkten Kontakt mit den Jugendlichen stehen.

Ebenfalls hat der ZJT die Trägerschaft für das jährliche Festival Rock the Docks abgegeben; kurz nachdem der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) die Beitragskürzung beschlossen hatte. Das Ende des Jugendkulturfestival bedeutet dies aber nicht.

Noch vor den Sommerferien wird der GGR erneut über den jährlichen Beitrag durch die Stadt diskutieren. Wenn keine Erhöhung gesprochen wird, «müssen wir mit den Leistungen runterfahren», sagt Kalchofner. Auf Dauer könnten die Sparmassnahmen nicht aufrecht erhalten werden. «Denn unter dem Strich arbeiten wir nun alle noch mehr gratis.»

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.