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Die «Zimmerberg Light»-Variante ist vom Tisch

Das überparteiliche Komitee «Zimmerberg-Light» setzte sich stets für den Ausbau des vorhandenen Bahntunnels ein. Nun schlägt der Bundesrat vor, einen neuen Tunnel zu bauen, trotzdem sieht sich das Komitee als erfolgreich.
Andrea Muff
Der heutige Zimmerbergtunnel soll nicht ausgebaut werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 6. November 2018))

Der heutige Zimmerbergtunnel soll nicht ausgebaut werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 6. November 2018))

Vom nächsten Ausbauschritt der Bahninfrastruktur wird der Kanton Zug profitieren. Der Zimmerberg-Basistunnel zwischen Baar und Thalwil soll definitiv gebaut werden. Dies verkündete Verkehrsministerin Doris Leuthard vor kurzem. Der Tunnel gehört damit zum sogenannten Ausbauschritt 2035, in dem schweizweit 11,9 Milliarden Franken in Bahnprojekte investiert werden sollen. Der Durchgangsbahnhof Luzern gehört nicht dazu. In das Nadelöhr zwischen Baar und Thalwil fliessen 1,6 Milliarden Franken. Geplant ist, dass der Zimmerberg-Basistunnel zwischen 2030 und 2035 fertiggestellt werden soll. Mit dem Tunnel umfahren die Züge Thalwil, die Fahrzeit zwischen Zug und Zürich würde um sechs Minuten verkürzt.

Ebenfalls enthalten im gleichen Ausbauschritt sind ein 3. Gleis Zug–Baar sowie Abstellanlagen für die zusätzlichen Züge. Dies bestätigt das Bundesamt für Verkehr auf Nachfrage. Mediensprecher Gregor Saladin schreibt: «Für das 3. Gleis Zug–Baar ist Platz vorhanden. Die genaue Linienführung wird mit den aktuell laufenden Studien festgelegt.» Mehr könne zurzeit nicht gesagt werden. Das BAV versichert aber, dass Kanton und Gemeinden «im Rahmen der Studien» einbezogen werden. Die SBB sind mit der Konzeptstudie beauftragt worden. Diese werde bis 2020 erstellt, heisst es von den SBB. Das Bundesparlament berät 2019 über den Ausbauschritt 2035 im Rahmen eines Gesamtkonzepts, deshalb möchten sich die SBB nicht dazu äussern.

Entscheidung im Januar

Mit dem Bekenntnis des Bundesrats zum Zimmerberg-Basistunnel ist die «Light»-Variante vom Tisch. Diese hätte den Ausbau der bestehenden Strecke auf Doppelspur zum Ziel gehabt. Wie SBB-Vertreter Christoph Fessler im April gegenüber unserer Zeitung sagte, wären die beiden Varianten ungefähr gleich teuer, die Fahrzeitverkürzung mit dem Basistunnel sei aber höher. Die beiden Varianten haben die SBB im Korridorrahmenplan Zentralschweiz geprüft. Dieser liegt der bundesrätlichen Botschaft zum Ausbauschritt 2035 zugrunde.

Das Komitee «Zimmerberg-Light» setzt sich für den Ausbau der bestehenden Strecke zwischen Thalwil und Baar-Litti ein. Der ehemalige Zuger Kantonsrat Martin Stuber, Co-Präsident des überparteilichen Komitees, erklärt: «Wir haben seit 2011 für ­einen sauberen und nachvollziehbaren Variantenvergleich gekämpft.» In diesem Sinne sei das Komitee schlussendlich erfolgreich gewesen und werde «offensichtlich» ernst genommen. Nächste Woche trifft sich der Vorstand zu einem Workshop mit den zuständigen Fachleuten der SBB. «Wir werden den Korridorrahmenplan Zentralschweiz à fonds besprechen», erklärt Stuber. Weiter führt das Komitee im November eine öffentliche Veranstaltung durch (siehe Hinweis), an der die SBB den Korridorrahmenplan vorstellt – mit Schwerpunkt Variantenvergleich. Wie das Komitee nach der Veröffentlichung der bundesrätlichen Botschaft weiter arbeiten wird, sei ein Thema an der Generalversammlung im Januar, so Stuber.

Ganz zufrieden mit dem Ausbauschritt 2035 ist Martin Stuber aber nicht. Da das Komitee seine offizielle Meinung noch nicht gefasst habe, spreche er nur für seine Person: «Es braucht den Ausbau auf Doppelspur auf der ganzen Strecke Zürich–Zug–Luzern.» Und dies in einer angemessenen Zeit. «Für mich steht fest, dass wir den Durchgangsbahnhof in Luzern brauchen», sagt Stuber. So sollte sich auch der Kanton Zug darum bemühen, dass dieser in den nächsten Ausbauschritt aufgenommen wird. «Ich frage mich, wie die SBB die zusätzlichen Züge auf der Strecke Zug–Luzern führen will, solange der Durchgangsbahnhof nicht steht. Und was passiert mit den heute schon bestehenden Überlasten bis zur Eröffnung des Zimmerberg-Basistunnels II?»

Hinweis: «Zimmerberg-Basistunnel II doch die beste Variante?», Mittwoch, 21. November, 19.30 Uhr, Konferenzraum im Swisshotel Zug in der Chollermüli.

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