Die Luft für Karl Betschart wird dünner

Die meisten Ortsparteien drücken sich im Fall Betschart um eine deutliche Antwort – und fordern sie von den andern. Nur jemand spricht Klartext.

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Karl Betschart.

Karl Betschart.

Die Baarer Ortsparteien sind unzufrieden mit dem Gemeinderat. Dieser hat Karl Betschart sein Vertrauen ausgesprochen, obwohl der Sicherheitschef vom Kantonsgericht erstinstanzlich verurteilt worden ist. Er soll 460'000 Franken veruntreut haben. Auch die SVP, Betscharts Partei, hat nur einen verklausulierten Rücktrittswunsch formuliert. Das reicht den anderen Parteien nicht. Sie fordern sowohl vom Gemeinderat als auch von der SVP klare Stellungnahmen.

Selber drücken sie sich aber vor Rücktrittsforderungen. Das sei nicht ihre Aufgabe, heisst es von Seiten der CVP, der FDP, der SP und der Alternative-die Grünen. Lediglich die Grünliberalen gehen einen Schritt weiter: «Stimmen die Vorwürfe, ist Betschart nicht mehr tragbar», lässt sich der Parteivorstand verlauten. «Die logische Konsequenz kann nur der Rücktritt sein.»

Die Reaktionen der anderen Baarer Parteipräsidenten lassen vermuten, dass auch sie einen Rücktritt begrüssen würden. Die Glaubwürdigkeit Betscharts und des ganzen Gemeinderats stehe auf dem Spiel, sagt CVP-Parteipräsident Martin Pfister. Auch Anna Lustenberger, Präsidentin der Alternative-die Grünen, fragt sich, ob ein Verbleib Betscharts im Gemeinderat angebracht sei.

Silvan Meier

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