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Die Migros rüstet das Zuger Hertizentrum auf

Das Einkaufszentrum am Stadtrand wird ab kommendem September saniert, modernisiert und moderat ausgebaut. Laut Plänen der Genossenschaft Migros Luzern soll es ein Quartiereinkaufszentrum bleiben, jedoch ohne den Konkurrenten Coop.
Cornelia Bisch
So sieht das neue Einkaufscenter Herti dereinst aus. (Visualisierung: PD)

So sieht das neue Einkaufscenter Herti dereinst aus. (Visualisierung: PD)

Es ist ein wenig oldschool, etwas in die Jahre gekommen, hier und dort bröckelt der Putz. Nichtsdestotrotz strahlt das 1983 erbaute Einkaufszentrum Herti einen rustikalen Charme, ein behagliches Ambiente aus. Es ist nicht nur Einkaufszentrum, sondern auch Quartiertreffpunkt und Veranstaltungsort. Dies solle auch so bleiben, betonte Walter Baumann, Leiter Bau und Immobilien der Genossenschaft Migros Luzern, an einer Infoveranstaltung. «Wir wollen kein zweites Zugerland eröffnen.»

Es entstehe ein sogenannter M-Migrosladen ungefähr von der Grösse der Niederlassung Cham. «Der durch Oblichter erhellte, zentrale Begegnungsraum wird nach dem Umbau sogar noch grösser sein.» Unmittelbar nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) im August dieses Jahres werden die Bauarbeiten aufgenommen. Da zuerst die Einstellhalle saniert und die Umgebung umgestaltet wird, bleibt der reguläre Betrieb der Geschäfte bis Ende Jahr bestehen.

Zehn Monate Provisorium

Währenddessen wird ein einstöckiges, über 1000 Quadratmeter grosses Provisorium errichtet. Darin werden einige der Detailhandelsgeschäfte, darunter Migros und Denner, sowie die Postfiliale, ein Restaurant und ein Coiffeur ab 6. Januar bis zur Fertigstellung des neuen Zentrums im Oktober 2020 ihren Betrieb weiterführen. Die Zuger Kantonalbank ist in einem separaten Provisorium untergebracht. «Am 4. Januar 2020 findet der letzte Verkaufstag im alten Einkaufszentrum statt», stellte Baumann klar.

Bereits im Jahr 2014 erwarb die Genossenschaft Migros Luzern das Einkaufszentrum Herti. Im März 2016 wurde der Bebauungsplan Herti eingereicht. «Dessen Genehmigung durch den Regierungsrat ist jedoch bisher nicht erfolgt», sagte Walter Baumann. Da die Geschäftsleitung mit der Modernisierung des Zentrums nicht mehr zuwarten wollte, entwarf sie Pläne, die dem alten und neuen Bebauungsplan entsprachen. «Es gibt lediglich auf der Südseite, an der General-Guisan-Strasse, eine geringe Erweiterung», so Baumann. Dort entsteht das neue Migros-Verkaufsgeschäft mit Lagerfläche und Inhouse-Anlieferungszone. Diejenige am heutigen Standort auf der Ostseite des Komplexes wird entfernt. Andreas Gyger, Projektleiter Umbau Einkaufszentrum Herti, erläutert:

«Es werden neue Böden, Wände, Decken und Oblichter gebaut sowie ein neuer Dachgarten mit kleinem Spielplatz.»

Weiter würden die Ladengeschäfte ausgebaut und die gesamte Gebäudetechnik erneuert. «Als Letztes sanieren wir das Bürogebäude.» Die innere Struktur der vier Komplexe mit vier nachts geschlossenen Eingängen an allen Seiten des Zentrums bleibt bestehen, wird jedoch klarer abgegrenzt. Im neuen Zentrum werden neben der Migros sämtliche bisherigen Geschäfte und Restaurants ausser Coop, Otto’s sowie das Schuh- und Sportgeschäft Tschümperlin bestehen bleiben. Ob die Textilreinigung sowie die Unternehmen Auforum und Express Yourself nach dem Umbau zurückkehren werden, ist momentan noch nicht entschieden. Der nördliche Gebäudekomplex, in dem heute die Coop-Filiale untergebracht ist, sei bis jetzt noch nicht vermietet worden, sagte Baumann. Man werde aber laufend über Veränderungen informieren.

Einige der Anwesenden äusserten Unmut über die Tatsache, dass die Coop-Filiale künftig nicht mehr Teil des Herti-Zentrums sein wird. «Wir sind uns bewusst, dass das nicht allen gefällt», räumte Baumann ein. «Die Migros hat das Zentrum gekauft und will nun einen eigenen Laden führen, der alle Bedürfnisse des täglichen Lebens abdeckt.» Auch warb er um Verständnis wegen des Baulärms und -drecks. «Wir sind auf Ihren Goodwill angewiesen», betonte Baumann. «Sie bekommen dafür ein modernes Einkaufszentrum direkt vor ihrer Haustür.»


Am 4. Juli um 19 Uhr findet im Pfarreizentrum St. Johannes eine weitere Informationsveranstaltung statt. Umbautelefon: 041 725 35 57. Weitere Infos unter www.herti.ch
Für Fragen oder Anliegen kann die Bauherrin unter Telefon 041 725 35 57 kontaktiert werden. Ein Update zum Stand der Bautätigkeit wird laufend auch auf der Website Herti.ch verfügbar sein.

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