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Ausgleichskasse Zug: Die Milliardengrenze ist geknackt

Der Geschäftsbericht 2018 der Ausgleichskasse und IV-Stelle ist erfreulich: Die Versicherungsbeiträge erreichen einen neuen Höchstwert. Die hohen Beitragseinnahmen zeugen von einer starken Wirtschaft.
Andrea Muff

Das vergangene Jahr war geprägt von einer Baustelle: Denn an der Baarerstrasse 11 in Zug wurde umgebaut. Decken, Wände, Böden wurden verschoben, herausgerissen und neu aufgebaut. Dort wo vorher ein Data-Quest-Laden war, befindet sich heute der Empfangs- und Kundenbereich der Ausgleichskasse und IV-Stelle Zug. Das Ziel: Näher an die Bevölkerung zu kommen. «Das hat gut funktioniert. Wir verzeichnen deutlich mehr Besuche und haben auch Laufkundschaft, die für Fragen vorbeikommt», bestätigte Rolf Lindenmann, Direktor Ausgleichskasse und IV-Stelle Zug, an der gestrigen Medienorientierung. Wo vor einem Jahr noch eine Baustelle war, wurden gestern die neusten Zahlen des Zuger Kompetenzzentrums für Sozialversicherungen präsentiert.

Die Zahlen sind beeindruckend, oder wie Rolf Lindenmann es ausdrückte: «Es war ein erfreuliches Jahr.» Dies liege etwa daran, dass die Beitragseinnahmen der über 42 000 Mitglieder mit 1038 Millionen Franken die magische Milliardengrenze geknackt haben: eine Zunahme von 6 Prozent und damit ein neuer Höchstwert. Auch die Versicherungsleistungen stiegen von 721 auf 742 Millionen Franken – eine Zunahme von 2,8 Prozent. Insgesamt bewegte die Ausgleichskasse und IV-Stelle Zug 2018 1780 Millionen Franken, das sind 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. «Es beziehen immer mehr Personen eine Rente, das ist der Demografie geschuldet», sagte Lindenmann. So ist auch die Anzahl der AHV-Bezüger erneut gestiegen auf 18659 Bezüger. Das sind 42 Prozent mehr als vor zehn Jahren. «Wenn man jetzt nichts macht, gehen die Reserven zurück», sagte Lindenmann und sprach dabei die kommende Abstimmung über die Steuerreform und AHV-Finanzierung (Staf) an.

Zuger Kasse liefert mehr ab, als sie benötigt

Im vergangenen Jahr überwies die Ausgleichskasse Zug 835,8 Millionen Franken an die Zentrale Ausgleichskasse (ZAS) in Genf. Die Zuger Stelle erhielt von der Zas aber lediglich 430,5 Millionen Franken für die Auszahlung der Renten und weiterer Leistungen wie Hilfsmittel oder Erwerbsersatz. Somit lieferte die Zuger Ausgleichskasse 405 Millionen Franken mehr an Beiträgen ab, als sie für die Auszahlungen benötigte. In den letzten 20 Jahren betrug dieser Überschuss insgesamt über 6 Milliarden Franken. «Es ist enorm, wie viel Geld wir abliefern. Das ist der Wirtschaftskraft des Kantons Zug geschuldet», sagte der Direktor. Die Ausgleichskasse Zug sei die einzige kantonale Ausgleichskasse, welche mehr Geld abliefert, als sie benötigt.

Ruhiges Jahr für die IV-Stelle

Heidi Schwander, Abteilungsleiterin der IV-Stelle, bezeichnete das letzte Jahr als ein «relativ ruhiges». «Es gab keine IV-Revision und wir konnten gut zuarbeiten. Wir haben die Zeit genutzt, um aktiv zu informieren.»

Auch in der leicht rückläufigen Zahl der IV-Rentner spiegle sich die Wirtschaftskraft Zugs. Mit 2257 IV-Rentnern – das sind 2,82 Prozent der Bevölkerung – sind es 31 Personen weniger als 2017. Schweizweit liegt 2018 der Bevölkerungsanteil bei 4,09 Prozent. Auch bei der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt seien die Zahlen stabil, zeigte Heidi Schwander auf. «Wir konnten 114 Personen in den ersten Arbeitsmarkt eingliedern, das ist eine schöne Leistung.»

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