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Ägerital-Menzingen: Die neuen Buskurse bewähren sich

Die Zusatzbusse für Schüler vom Ägerital nach Menzingen werden geschätzt. Auch die Kanti hat Massnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern.
Rahel Hug
Umsteigen im Talacher: Das gehört für Kantischüler aus dem Ägerital der Vergangenheit an. (Bild: Stefan Kaiser, Baar, 5. Februar 2018)

Umsteigen im Talacher: Das gehört für Kantischüler aus dem Ägerital der Vergangenheit an. (Bild: Stefan Kaiser, Baar, 5. Februar 2018)

Auf direktem Weg vom Ägerital nach Menzingen: Schülerinnen und Schüler der Kanti Menzingen aus Ober- und Unterägeri müssen seit Beginn des Schuljahres nicht mehr im Talacher umsteigen: Jeweils am Morgen und am Nachmittag verkehrt als Ergänzung der Linien 1 und 2 ein Zusatzbus, der via Schmittli, Nidfuren und Edlibach nach Menzingen fährt.

Wie ist das neue Angebot angelaufen? Bei den Gemeinden, die bis zum Fahrplanwechsel im Dezember – dann werden die Verstärkungskurse definitiv eingeführt – die Kosten für die Zusatzbusse übernehmen, zeigt man sich zufrieden. Fridolin Bossard, Unterägerer Sicherheitsvorsteher, sagt: «Die Kurse haben sich gut etabliert. Das Angebot wird geschätzt, das zeigt uns auch das Feedback, das wir von den Schülern und ihren Eltern erhalten.» Man sei sehr froh, dass in Zusammenarbeit mit dem Kanton eine Lösung präsentiert werden konnte. Bekanntlich hatten die FDP Unterägeri sowie die CVP aus Ober- und Unterägeri in einem Vorstoss die Optimierung der Verbindung gefordert. Ähnlich äussert sich auch Beat Wyss, Bossards Amtskollege aus Oberägeri. Die Direktverbindungen würden rege genutzt. «Wir verfügen über keine Statistik, die dies belegen könnte, aber diverse Rückmeldungen aus dem Dorf bestätigen dies.» Man gehe zudem davon aus, dass während der Wintermonate die Kurse gar noch mehr ausgelastet seien.

Die Verstärkungskurse verkehren an Schultagen jeweils um 7.15 Uhr ab Oberägeri Station (Ankunft in Menzingen, Institut um 7.32 Uhr) sowie um 16.34 Uhr ab Menzingen, Institut mit Ankunft in Oberägeri Station um 16.52 Uhr. «Die Nachfrage durch die Schüler ist gut», sagt auch Karin Fröhlich, Mediensprecherin der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). «Wobei der Morgenkurs stärker ausgelastet ist als der Abendkurs.» Dies habe auch mit der Anpassung der Stundenpläne zu tun, die die Kantonsschule Menzingen vorgenommen habe.

Anpassungen am Stundenplan vorgenommen

Timo Gültig, Prorektor in der Kantonsschule Menzingen (KSM), erklärt: «Wir haben auf dieses Schuljahr den Schulstart um fünf Minuten nach hinten geschoben und beginnen nun um 7.45 Uhr. So haben die Schülerinnen und Schüler etwas mehr Zeit für den Fussweg zur Schule und kommen auch dann nicht zu spät in den Unterricht, wenn der Bus aus Zug am Morgen zwei, drei Minuten länger braucht.» Mit der ZVB stehe man in gutem Kontakt. «So wurde nach der Rückmeldung einer Mutter die Abfahrt des ‹Ägeribus› am Morgen etwas verschoben, damit auch die Schülerinnen und Schüler aus Alosen vom Zusatzkurs profitieren können.» Generell finde ein sehr guter und konstruktiver Austausch statt, so Gültig. «Man spürt, dass alle Seiten sehr bemüht sind bestmögliche Lösungen für die Schülerinnen und Schüler zu finden.»

Wie geht es nun weiter? Wird das Angebot noch angepasst oder erweitert? Laut Timo Gültig wird man nach den Herbstferien eine Evaluation durchführen. «Dann werden auch einige derjenigen Schülerinnen und Schüler, die im Moment noch zahlreich mit dem Velo oder Moped über den Gubel zur Schule fahren, auf den Bus umgestiegen sein.» Im Anschluss werde man sicherlich nochmals mit der ZVB zusammensitzen.

Ab dem neuen Fahrplan im Dezember werden die Zusatzkurse in den regulären Fahrplan integriert. Auf der Linie 2 fahren laut Karin Fröhlich an Schultagen morgens und abends jeweils zwei Kurse kurz nacheinander, um die erhöhte Nachfrage abzufedern. Die Gemeinden wollen die Situation weiter im Auge behalten. Über allfällige Anpassungen zu sprechen, sei jedoch aktuell verfrüht, sagt Beat Wyss. Und Fridolin Bossard: «Es gilt, die Entwicklung der Schülerzahlen an der KSM zu beobachten. Durch den Ausbau der Kantonsstrasse zwischen Nidfuren und Schmittli werden sich allenfalls auch wieder neue Möglichkeiten für den ÖV-Betrieb ergeben.» Die Arbeiten für dieses Projekt sollen im Sommer 2021 starten.

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