Die Oberwil Rebells bezwingen den Erzrivalen Sierre mit 7:5

Auch in der neuen Saison sind die Zuger das Mass aller Dinge. In einer intensiven Partie im Wallis behielten sie trotz mancher Unbill die Oberhand.

Tim Müller
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Nachdem die Saison 2019/20 vor den Playoffs coronabedingt abgebrochen worden war, brannten die Spieler der Oberwil Rebells auf einen Ernstkampf. So reiste das Team um Coach Tibor Kapanek mit drei ausgeglichen starken Linien ins Wallis zum ersten NLA-Spiel 2020/21 gegen Sierre. Und natürlich mit je einer eigens angefertigten Rebells-Schutzmaske.

Oberwils Raffaele Cioffo (in Schwarz) erzielt das letzte Tor der Rebells.

Oberwils Raffaele Cioffo (in Schwarz) erzielt das letzte Tor der Rebells.

Bild: Matthias Jurt (Zug, 1. Februar 2020)

Ausserdem stand ein neues Gesicht zum ersten Mal in den Reihen der ersten Mannschaft der Zuger: Nachwuchsspieler Gian Limacher kam zu seinem ersten NLA-Spiel und buchte beim 7:5-Erfolg gleich einen Assist.

Viele Strafen gegen Sierre

Oberwil startete engagiert in die Partie und konnte bereits früh den gewohnten Druck aufs gegnerische Tor ausüben. Die Laufbereitschaft der Zuger schien die Gastgeber zu überfordern – es resultieren ganze fünf Powerplay-Situationen für die Zuger im ersten Abschnitt. Dies auch, weil der Schweizer Nationalspieler Jakub Sibik im Dress der Sierre Lions in der 15. Minute ein grobes Foul gegen Aaron Iten machte und eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte.

Iten konnte weiterspielen und sah die Rebells bereits mit 3:0 in Front zur ersten Pause – auch dank eines schön herauskombinierten Onetimer-Tors von Yves Stucki.

Jedoch war das Oberwiler Spiel bei weitem nicht perfekt. Zu viele unnötig verlorene Bälle in der Mittelzone, phasenweise ungenaue Zuspiele im Angriff und Adaptionsprobleme mit den teilweise weichen Bällen verhinderten eine frühzeitige Entscheidung des Spiels im Mitteldrittel.

Ungenügende Leistung eines Rebells-Goalies

Die Sierre Lions konnten ihrerseits nun einige Male in Überzahl agieren und präsentierten sich kurzzeitig von einer ausserordentlich effizienten Seite. Das Walliser Comeback wurde ausserdem durch den Goaliewechsel der Oberwiler begünstigt. Stammtorhüter Sandro Iten machte bei Spielmitte Andrea Pagano Platz. Dieser kassierte innert kürzester Zeit vier Gegentore, von denen man die meisten als haltbar einschätzen darf.

Er wurde im letzten Drittel durch Sandro Iten ersetzt, der einen grandiosen Save gegen den gefährlichen Sierre-Ausländer Mraz zeigte und so den Weg zum Zuger Sieg ebnete. Die Rebells blieben in der Folge immer in Führung und hatten die Partie grösstenteils unter Kontrolle. Stürmer Raffaele Cioffo sicherte den Sieg schliesslich mit einem Schuss ins leere Tor aus der eigenen Zone.

Selbstkritik bei Stürmer Enzler

Über die gesamte Spielzeit hin gesehen, war die Leistung der Sierre Lions eindeutig nicht ausreichend, um den Rebells das Wasser zu reichen – auch wenn die Zuger noch viel Luft nach oben haben. «Es war definitiv nicht unser bestes Spiel in Sierre, doch haben wir die drei Punkte geholt und das ist das, was zählt», kommentiert der Oberwiler Stürmer Raphael Enzler das Geschehen.

Am Sonntag, 4. Oktober, empfangen die Oberwiler den starken SHC Kernenried zum ersten Heimspiel (14.00, Sika Rebells Arena).

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