Die Oberwil Rebells kommen mit einem blauen Auge davon

Der Ligadominator gewinnt in La Chaux-de-Fonds mit 7:6 in der NLA und muss einen herben Verlust hinnehmen.

Tim Müller
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Mit nur zweieinhalb Linien reisten die Oberwil Rebells nach La Chaux-de-Fonds. Die Westschweizer starteten mit einem Sieg und einer Niederlage ansprechend in die Saison. Dies dürfte auch mit der Neuverpflichtung des tschechischen Spielers Jakub Haisman zusammenhängen.

Die Zuger Favoriten begannen die Partie standesgemäss dynamisch und aktiv. Die Rebells wirbelten in der Offensive und erzielten ein klares Chancenplus im ersten Drittel. Dennoch konnten die Gastgeber das Skore eröffnen, was die Gäste aber mit dem Ausgleichstreffer beantworteten. Mit einem Spielstand von 1:1 ging es ins zweite Drittel, auch aufgrund eines grandiosen Penalty-Saves von Rebells Keeper Andrea Pagano.

Das Spiel der Rebells büsste fortan je länger je mehr an Qualität ein. Fehlpässe und viele unnötige Strafen waren die Folge. Insgesamt sieben Mal sahen sich die Rebells in Unterzahl – La Chaux-de-Fonds nur deren drei Mal. Obwohl sich das Geschehen auf dem Feld sehr ausgeglichen gestaltete im zweiten Abschnitt, retteten die Oberwil Rebells einen knappen 3:2-Vorsprung ins letzte Drittel. In der Pause forderte Trainer Kapanek eine Reaktion, doch diese erfolgte zunächst nicht. Stattdessen legte das Heimteam erneut zu, und die Rebells agierten vermehrt fehlerhaft. Sie waren ausserdem dezimiert: Captain Patrick Döbeli zog sich ohne Fremdeinwirkung eine schwere Achillessehnenverletzung zu und wird für längere Zeit ausfallen. Er wurde nach dem Spiel direkt ins Spital gebracht.

Tim Müller (Mitte) und die Oberwiler stehen weiterhin ohne Punktverlust da.

Tim Müller (Mitte) und die Oberwiler stehen weiterhin ohne Punktverlust da.

Bild: Roger Zbinden (Zug, 4. Oktober 2020)

Dank eines Kraftakts bleibt die Weste weiss

Zehn Minuten vor Schluss lagen die Oberwiler mit 4:5 in Rückstand. Doch dank einer Steigerung in der Schlussphase und drei aufeinanderfolgender Treffer drehte der Ligadominator die Begegnung doch noch und gewann schliesslich mit 7:6. Der Mann des Spiels, Noa Wolf, sagte zur Partie: «Wir haben eine ausgesprochen gute Moral bewiesen in einem Spiel, in dem uns spielerisch leider zu wenig gelungen ist. Die drei Punkte mussten wir uns stattdessen hart erarbeiten.»

Mehr zur NLA-Meisterschaft gibt es hier.