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Leserbrief

Die öffentlichen Aussenparkplätze braucht es nicht

Zur abgelehnten Parkraum- Initiative in der Stadt Zug

Ich bin froh, dass die Zuger Bevölkerung die Parkplatz-Initiative der SVP an der Urne versenkt hat. Ich kann nicht verstehen, wie eine Partei, die sich immer gegen die Einmischung des Staats in die Wirtschaft wehrt, seit längerem versucht, das Gewerbe mit staatlich subventionierten Parkplatzpreisen und einem Überangebot zu konkurrenzieren. Die meisten Parkhäuser in der Stadt gehören den Geschäften oder deren Verwaltungen. Hält der Staat die Preise tief und bietet mehr Parkplätze an, als es in der Stadt braucht, können die Eigentümer der Parkhäuser diese nicht mehr kostendeckend betreiben.

Leidtragend sind die Mieter, auf die die Kosten überwälzt werden. Das Parkleitsystem hat schonungslos aufgedeckt, dass es auch während der Spitzenzeiten in der Stadt immer noch Hunderte freie Parkplätze gibt. Wenn ein Autofahrer jammert, er finde in der Stadt keine freien Parkplätze, dann ist es meistens so, weil er sein Auto unbedingt auf einen Aussenparkplatz stellen will. Dadurch stört er den städtischen Verkehr und das Umfeld nicht nur mit seinem Parkmanöver, sondern auch mit der Suche nach einem freien Parkplatz. Dabei legt er längere Distanzen zurück und achtet oft zu wenig auf die anderen Verkehrsteilnehmer.

Ich vertrete die Meinung, wir sollten die meisten öffentlichen Aussenparkplätze aufheben. Damit gewinnen wir Platz, Sicherheit und der Markt kann auch wieder bei den Parkhäusern spielen.

Philipp Kissling, VCS Sektion Zug

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