Die Pächter des Cafés im Altersheim Muri sagen Adieu

Im Alterswohnheim St.Martin Muri ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach Ersatz wird gesucht.

Ruedi Burkart
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Willy und Evelyn Gubser mit André Stierli (rechts), dem Präsidenten des Stiftungsrates Alterswohnheim St.Martin.

Willy und Evelyn Gubser mit André Stierli (rechts), dem Präsidenten des Stiftungsrates Alterswohnheim St.Martin.

Bild: Ruedi Burkart

Eigentlich wäre alles ganz anders geplant gewesen. Mit einem Apéro, mit fröhlichen Gesichtern, mit Menschen, die sich zuprosten und auf die Zukunft anstossen. Doch in Zeiten der Coronakrise ist nur noch wenig so, wie es noch vor ein paar Wochen war. «Wir müssen heute im ganz kleinen Kreis unser beliebtes Pächter-Ehepaar Gubser verabschieden», ergriff Josef Villiger (56), seit rund viereinhalb Jahren Geschäftsleiter des Alterswohnheims St.Martin das Wort. Zugegen waren im für die Bevölkerung geschlossenen Café St.Martin, das ans Alterswohnheim angegliedert ist, Evelyn und Willy Gubser, Geschäftsleiter Villiger sowie André Stierli, der Präsident des Stiftungsrates Alterswohnheim St.Martin.

Man verliere beliebte Wirtsleute und bedauere deren Abgang ausserordentlich, meinte Stierli, worauf Willy Gubser antwortete: «Wir haben die Zeit hier sehr genossen, die Leute sind uns ans Herz gewachsen. Vor rund einem Jahr wurden uns vom Stiftungsrat Pläne betreffend Umbau vorgelegt, welche man in naher Zukunft umzusetzen gedenkt. Im Rahmen des Neubaus Mäderhaus wurde die Situation Erneuerung und eventuelle Vergrösserung vom EG St.Martin zusammen mit dem Café geprüft. Nach reiflichen Überlegungen entschlossen wir uns vor einem halben Jahr, den Mietvertrag auf Ende März 2020 zu kündigen.»

Im Jahr 1995 meldeten sich Gubsers auf ein Zeitungsinserat, in welchem ein Pächter für das Café St.Martin mit seinen 50 Sitzplätzen gesucht wurde. Die beiden erhielten den Zuschlag – und sind im Klosterdorf geblieben. 25 Jahre und drei Monate standen sie unter Vertrag.

Wegen der Coronakrise haben sie seit geraumer Zeit geschlossen, der beliebte Treffpunkt der Bevölkerung ist keiner mehr. Das soll sich in ein paar Monaten allerdings wieder ändern. Wenn das Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft, wird selbstverständlich das Café St.Martin wieder eröffnet. Allerdings, stellt Geschäftsleiter Villiger fest, könne man noch keinen Ersatz für das abgetretene Wirte-Ehepaar präsentieren: «Dank Corona haben wir jetzt ein wenig Zeit, um eine ideale Lösung zu erarbeiten. Personell, und auch, in welcher Art wir das Café renovieren wollen.» Immerhin das.