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Leserbrief

Die Politik soll handeln

Zu den Entwicklungen bei der Schweizerischen Post

Bei der Post gehören nicht die Poststellenleiter entlassen, sondern das gesamte Kader inklusive des Verwaltungsrats! Was seit längerem bei der Post läuft, ist unglaublich. Das Kader ist unfähig, Lösungen für den sich wandelnden Markt zu erarbeiten, man macht das gleiche wie alle Manager, man schraubt beim Personal und verliert Know-how, unter dem wir Kunden leiden.

Ich habe schon mal von dem Top-Pöstler geschrieben, den man nach 22 Jahren so fertig gemacht hat, dass er einen Zusammenbruch hatte. Man hat ihm dann noch gekündigt, er hat vor Gericht die Kündigung angefochten und recht bekommen, man hätte ihn wieder einstellen müssen, er verzichtete aber aus verständlichen Gründen. Einer seiner Nachfolger brachte uns ein Paket, das eigentlich einen Tag früher hätte bei uns sein sollen, der Versender hat das ja auch bezahlt. Als ich den Pöstler darauf aufmerksam machte, kam folgende Antwort: Ich könne froh sein, dass ich das Paket überhaupt bekommen habe.

Das ist das Niveau eines Teiles unserer Post. Und jetzt will man einen grossen Teil derjenigen entlassen, die einen Top-Job machen in den Poststellen. Die müssen nicht nur in ihrem Fachgebiet top sein, nein, mittlerweile müssen sie allerlei verkaufen und eines vergisst man an dieser Stelle, sie tragen einen schönen Teil zur Integration von Zuwanderern bei. Auch wenn ich mich schon geärgert habe, dass es am Schalter nicht vorwärtsging: Ich bewundere die Geduld und das Verständnis des Schalterpersonals, wenn Personen etwas wollen, die keine bei uns übliche Sprache sprechen.

Ich glaube, jetzt ist die Politik gefordert, sie muss bei der Post aufräumen, und zwar nicht bei den Personen in den Poststellen, sondern beim Kader und dem Verwaltungsrat. Liebe Politiker, fängt bitte bei eurem Kollegen Schwaller an, nur so bleibt ihr glaubwürdig und sprecht nicht nur immer schöne Worte, ohne zu handeln.

Markus Fischbi Fischbacher, Zug

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