Die Oberwil Rebells müssen zum Schluss sogar zittern

Statt in der Offensive überzeugen die Oberwiler im letzten NLA-Qualifikationsspiel in Grenchen mit einem Abwehrbollwerk und gewinnen mit 2:1. Im Playoff-Viertelfinal wartet eine Pflichtaufgabe.

Gregory Blättler
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Ungeschlagen: Die Rebells mit Max Müller, Tobias Rohdewald und Ken Müller (von links). (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 14. Oktober 2018))

Ungeschlagen: Die Rebells mit Max Müller, Tobias Rohdewald und Ken Müller (von links). (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 14. Oktober 2018))

Das letzte Spiel der NLA-Qualifikation beim zweitplatzierten Grenchen-Limpachtal hätte für die Oberwil Rebells nur als Formsache gelten können. Sie standen bereits drei Runden vor Schluss als Erster. In diesen Matches konnten sie mit einem sagenhaften Torverhältnis von 46:1 mehr als überzeugen. Doch sie nahmen die Herausforderung in Grenchen als Vorbereitung auf die kommenden Playoffs.

Sie gewannen die Partie nach einer Menge Hochs und Tiefs mit 2:1. «Das Spiel war hart umkämpft und von vielen Strafen geprägt», kommentierte der Rebells-Stürmer Ken Müller nach dem Spiel. Er schoss bereits in der 5. Minute den Gamewinner und war somit die prägende Figur für das Endresultat. Das Handicap der Disziplinlosigkeit – die Gäste erhielten acht Zwei-Minuten-Strafen aufgebrummt – rächte sich nicht: Kein einziges Unterzahltor mussten die Rebells hinnehmen. «Bei fünf gegen fünf hatten wir die Grenchner eigentlich immer unter Kontrolle, sie kamen zu wenigen Chancen. Das Boxplay aber entschied das Spiel zu unseren Gunsten», bestätigte Müller. Alles in allem hielt also eine geschlossene Rebells-Defensive, inklusive der tadellosen Torhüter, dem Powerplaydruck stand.

In der ersten Playoff-Runde (Best of 3) treffen die Oberwiler ab dem kommenden Sonntag auf Bonstetten-Wettswil, das nur fünf Punkte holte. Die zuletzt hohe Zahl an Strafen muss hinsichtlich dieser Serie auf jeden Fall verringert werden. Ausserdem sind zwei Tore für Streethockeyverhältnisse in der Regel zu wenig für einen Erfolg. «Die Chancenauswertung war noch nicht blendend. In diesem Bereich wartet noch etwas Arbeit auf uns», kritisierte der Verteidiger Yanick Müller.

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