Die Rechnung Walchwil schliesst mit einem höheren Plus als erwartet

Die Rechnung der Gemeinde Walchwil schliesst mit einem Überschuss von 3,6 Millionen Franken. Gerechnet hat man mit weniger.

Vanessa Varisco
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Der Bau der Oberdorfstrasse (im Bild die Eröffnung im Oktober 2018) kostete rund acht Millionen weniger als veranschlagt.

Der Bau der Oberdorfstrasse (im Bild die Eröffnung im Oktober 2018) kostete rund acht Millionen weniger als veranschlagt.

Bild: Roger Zbinden (Walchwil, 13. Oktober 2018)

Walchwil hat gut gewirtschaftet. Der Ertragsüberschuss fällt 2019 höher «als erhofft und budgetiert» aus. Das schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Bei einem Aufwand von rund 23 Millionen Franken und einem Ertrag von 26,6 Millionen resultierte ein Überschuss von 3,6 Millionen. Budgetiert war ein Überschuss von 1,1 Millionen.

Obwohl man im letzten Rechnungsabschluss noch ein Minus von 1,3 Millionen verzeichnete, sei man zuversichtlich gewesen, dass es in Walchwil mit den Finanzen wieder aufwärtsgeht, sagt Gemeindepräsident Stefan Hermann. «Dies hat sich nun bewahrheitet», freut er sich.

Tiefere Pro-Kopf-­Verschuldung

Gründe für den höheren Überschuss, zählt der Gemeindepräsident mehrere auf. Zum einen seien die Steuererträge höher als budgetiert ausgefallen. Dies darum, weil noch Nachzahlungen aus den Vorjahren eingetroffen sind. Mehr Steuern wurden aber auch eingenommen, weil es Neuzuzüge gab. «Ausserdem», räumt Stefan Hermann einen weiteren Grund für den höheren Überschuss ein, «haben alle Abteilungen sehr gut gearbeitet und waren unter Budget.» So habe man rund eine halbe Million Franken einsparen können. Investiert wurden netto rund 3,6 Millionen, was rund 1 Million mehr ist als budgetiert. Die Schlussrechnungen des Projekts Oberdorfstrasse – welches übrigens 8 Millionen Franken weniger gekostet hat, als veranschlagt – haben rund 2,9 Millionen Franken ausgemacht. Veranschlagt waren 1,5 Millionen. Grund dafür sind zeitliche Verschiebungen aus dem Jahr 2018.

Nettoverschuldung ist gesunken

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 114 Prozent und die Pro-Kopf-Verschuldung bei 3710 Einwohnern hat von 2270 Franken auf 1921 Franken abgenommen. Die Nettoverschuldung ist per 31. Dezember auf 7,1 Millionen Franken gesunken.

Was die finanzielle Zukunft der Gemeinde betrifft, zeigt sich der Gemeindepräsident zuversichtlich. «Es zeichnet sich ab, dass wir finanziell gut abgesichert bleiben», so Hermann. Denn nach dem Ausbau der Doppelspur dürfte die Gemeinde auch ÖV-technisch attraktiv sein. «Wir hatten in der Vergangenheit viele Investitionen und werden künftig investieren müssen», sagt Hermann zu angedachten Ausgaben.

Als Beispiel für anstehende Projekte nennt er die Planung eines neuen Werk- und Ökihofes. «Weiter wird in die Schulraumerweiterung investiert», erklärt er. «Den Überschuss können wir dafür mit Sicherheit gut verwenden.» Wird der 2019 erwirtschaftete Ertragsüberschuss dem Eigenkapital zugewiesen, beträgt dieses neu rund 30,2 Millionen.