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Die «Wildspitz-Retter» jubilieren

Vor 30 Jahren suchte die Liegenschaft auf dem Wildspitz einen neuen Besitzer.
Martin Mühlebach
Von links: Stiftungspräsident Jürg Schumpf zusammen mit den Stiftungsgründern Franz Speck, Rolf Hegglin, Martin von Reding und Albert Röthlin. Bild: PD

Von links: Stiftungspräsident Jürg Schumpf zusammen mit den Stiftungsgründern Franz Speck, Rolf Hegglin, Martin von Reding und Albert Röthlin. Bild: PD

Am Mittwoch, 2. Oktober, trafen sich die heutigen Mitglieder der Stiftung Wildspitz unter dem Vorsitz des Zugers Jürg Schumpf im Bergrestaurant Wildspitz. Sie vermittelten den anwesenden Medienschaffenden, wie sie vor 30 Jahren das Ausflugsziel der Zuger und Schwyzer Bevölkerung vor dem Kauf an potenzielle, spekulative Käufer zu verhindern vermochten. Rolf Hegglin, der damalige Präsident der SAC-Sektion Rossberg, erzählte: «Um das Berggasthaus auf dem Wildspitz, dem höchsten Punkt des Rossbergs vor dem Kauf durch Spekulanten verhindern zu können, gründeten wir eine Stiftung, die das nötige Geld zusammenbrachte, um das Berggasthaus für 1,2 Millionen Franken erwerben zu können. Unser Bestreben war es, den Wildspitz als Stützpunkt für Wanderer zu erhalten.»

Im Verlauf der Jahre tätigte die Stiftung Wildspitz mehrere weitere Investitionen. Nach dem Brand des Berggasthauses im Januar 2000 wurde für netto 3Millionen Franken ein neues Restaurant gebaut, das heute dank weiteren Investitionen unter anderem über rund 100 Sitzplätze, 20 Schlafplätze, Solarpanels an der Fassade und eine eigene, gut funktionierende Wasserversorgung verfügt. Seit zwei Jahren sorgt der gelernte Koch Martin Keiser für Speis und Trank für die zahlreichen Gäste, die zu Fuss, auf dem Bike und im Winter auf Schneeschuhen oder Tourenski den Wildspitz erklimmen. Die herrliche Sicht auf den Lauerzersee, den Talkessel Schwyz und die imposante Alpenkette im Hintergrund ist derart schön, dass man kaum Worte findet, mit denen die fantastische Aussicht nur annähernd beschrieben werden kann.

Fantastisches Wandergebiet ohne Verschandelung

Jürg Schumpf betont: «Zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung treffen täglich viele Berggänger auf dem Wildspitz ein. Sie schätzen, dass die schmale Wildspitzstrasse nicht ohne spezielle Erlaubnis von Motorfahrzeugen befahren werden darf.»

Den «Rettern vom Wildspitz» ist es tatsächlich gelungen, ein fantastisches Wandergebiet vor Spekulanten zu bewahren, die möglicherweise den Berg mit einer Seilbahn oder einer breiten, von allen Automobilisten zur befahrenden Strasse verschandelt hätten. Die Stiftung Wildspitz darf ihr 30-Jahr-Jubiläum mit grosser Freude und berechtigtem Stolz feiern.

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