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Zuger Ex-Profi Moreno Merenda: «Die Rückkehr wird emotional»

Der frühere Profispieler Morena Merenda (40) aus Baar trainiert seit der laufenden Saison den FC Sins. Am Sonntag ist er mit den Freiämtern an seiner früheren Wirkungsstätte zu Gast.
Michael Wyss
Einen stilechten Einwurf kann er immer noch ausführen: Moreno Merenda trainiert in der laufenden Saison erstmals eine Aktivmannschaft. (Bild: Roger Zbinden (Sins, 6. Oktober 2018))

Einen stilechten Einwurf kann er immer noch ausführen: Moreno Merenda trainiert in der laufenden Saison erstmals eine Aktivmannschaft. (Bild: Roger Zbinden (Sins, 6. Oktober 2018))

«Es wird kein alltägliches Spiel», sagt Merenda über das 2.-Liga-Spiel mit dem FC Sins in Cham am Sonntag (Spielbeginn um 14.40 Uhr). «Die Rückkehr auf das Eizmoos wird sicher emotional, denn hier verbrachte ich schöne Jahre als Spieler und Assistenztrainer der ersten Mannschaft. Cham bedeutete auch immer ein Stück Familie», sagt der 40-Jährige. «Der Verein wird mir immer in bester Erinnerung bleiben, denn hier habe ich Freunde für’s Leben gewinnen können und erlebte eine wunderbare Zeit, gekrönt durch den Aufstieg in die Promotion League. Der SC Cham wird auch immer einer Vorreiterrolle einnehmen und ist ein sehr gutes Vorbild für viele Vereine», ist er voll des Lobes.

Für 90 Minuten wird der frühere Profifussballer (Vaduz, St. Gallen, Xamax) mit knapp 300 Partien in der Super League und Challenge League das freundschaftliche Verhältnis aber ausblenden müssen. Der 40-jährige Unternehmer Merenda, der mit seiner Familie in der Stadt Zug lebt, gastiert mit seinem Team, dem FC Sins, bei den Ennetseern. «Wir kommen mit dem Ziel, zu gewinnen. Motivieren muss ich für dieses Duell keinen meiner Spieler. Es ist auch ein Derby für uns.» Die beiden Ortschaften liegen schliesslich nur 10 Autominuten entfernt.

Der Aufsteiger bekundet Mühe

Nach 9 Spieltagen liegt der Aufsteiger Sins an letzter Stelle. Die Bilanz: ein Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Merenda: «In der Zwischenbilanz fehlen uns vier Punkte. Die beiden 0:1-Niederlagen gegen Obergeissenstein und Schattdorf waren sicher unnötig. Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Alles Weitere ist Zugabe.»

Eingelebt in Sins hat sich Merenda, der erstmals eine Aktivmannschaft trainiert und im Besitz des B-Diploms ist, sehr gut: «Es ist ein Dorfverein, der sehr familiär geführt wird. Hier hilft man sich gegenseitig. Ich fühle mich sehr wohl hier.»

Was war die Schwierigkeit in den letzten Wochen und Monaten beim Einstieg ins Trainermetier? «Ich muss jede Entscheidung selber treffen und habe die volle Verantwortung. Man macht vielleicht während eines Spiels nicht immer das Richtige, doch es ist ein Lernprozess. Wenn wir gewinnen, habe ich alles richtig gemacht, wenn wir verlieren, war es halt falsch. Damit muss man umgehen können in meiner Position. Wir Menschen haben nie ausgelernt.»

Unterstützt wird Merenda, der beim FC Luzern noch die Stürmer der U15- bis U21-Mannschaften trainiert, an der Seitenlinie von Haskiyel Can (37). Merenda sagt: «Wir kennen uns schon seit längerer Zeit und ergänzen uns ideal. Er nimmt mir viel Arbeit ab und entlastet mich auch.» Was ist Merenda für einen Trainertyp? «Ich bin kein ‹Polteri›, der seinen Spielern die Leviten in den Trainings oder während der Matches liest. Das bringt weder dich noch die Spieler weiter. Es stehen mir schliesslich immer noch Menschen gegenüber, da sind Respekt und Anstand einfach Pflicht.

Mit Verlieren tut sich Merenda wie wohl alle Trainer schwer – aber: «Eine Niederlage kann ich auch dann akzeptieren, wenn man alles gegeben hat. Wichtig ist, dass man am Abend in den Spiegel schauen und das sagen kann.»

Die Familie ist sein Rückhalt

Merenda ist ein Familienmensch. Er ist stolzer Papi von Sohn Marzio (7), der im EV Zug Eishockey spielt. Tochter Lorena (4) tanzt Ballett in Zug, wie einst ihre Mutter Rahel (37), die selbstständige Anwältin und Notarin ist. «Meine Familie ist meine ganz grosse Stütze und mein grosser Stolz», sagt Moreno Merenda.

Am kommenden Sonntag werden seine Frau und seine Kinder im Gegensatz zu früher auf dem Eizmoos den Gegner des Sportclubs anfeuern. Merendas Resultat-Tipp? «Wir erzielen einen Treffer mehr als die Chamer.»

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