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Die Sache mit der Umwälzung

Prozess Ein zentraler Punkt, weshalb der Zugersee noch immer einen zu hohen Nährstoffgehalt aufweist, ist die Tatsache, dass sich in der Tiefe des Sees Wassermassen befinden, die noch immer zu hohe Phosphorgehalte aufweisen. Der Grund dafür ist wiederum die sogenannte Dichteschichtung. Um dieses Prinzip zu verstehen, muss man einige gewässerphysikalische Vorgänge und Tatsachen kennen: So ist die Dichte von Wasser unter anderem von der Temperatur abhängig. Bei 4 Grad Celsius erreicht Wasser seine maximale Dichte. Bei steigender Temperatur sinkt diese Dichte.

Daraus resultiert, wie Bruno Mathis, Leiter der Abteilung Wasser beim Amt für Umweltschutz des Kantons, erklärt: «Je höher die Dichte von Wasser ist – also je kälter es ist – umso eher sinkt es zum Grund und verbleibt allenfalls auch dort.» Neben der Temperatur haben auch gelöste Stoffe – wie etwa Phosphor – einen Einfluss auf die Wasserdichte. «Je mehr Stoffe gelöst sind, umso höher ist die Dichte des Wassers», erklärt der Fachmann.

Damit sich das Wasser im See einmal durchmischt beziehungsweise umwälzt, braucht es eine Anpassung der Wassertemperaturen der oberen und unteren Wasserschichten. Dies geschieht im Winter. Dann kühlt sich die Oberfläche des Sees ab, wodurch die Dichte des Wassers an der Oberfläche steigt.

Dieses Wasser könnte nun also absinken und das Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche aufsteigen. «Wenn es ausreichend lange kalt ist, findet dieser Prozess so lange statt, bis sich der ganze Seeinhalt auf 4 Grad Celsius abgekühlt hat», sagt Mathis. Diese Umwälzung führe auch dazu, dass die tiefen Schichten mit Sauerstoff versorgt werden.

Das Wasser bleibt, wo es ist

Im Zugersee ist das aber nicht ganz einfach. Aufgrund der gelösten Nährstoffe in der unteren Wasserschicht weist ­diese auch im Winter und bei kühlen Temperaturen eine höhere Dichte auf als die oberen Schichten. Aus diesem Grund findet im Zugersee – im Gegensatz zu vielen anderen Seen – im Winter keine vollständige Mischung der Wasserschichten statt. Das heisst, das mit Phosphor belastete Wasser bleibt, wo es ist. Gleichzeitig wird so auch das Tiefenwasser nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Laut Mathis verstärkt die Klimaerwärmung dies noch zusätzlich. (st)

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