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Die Sache mit der Zeitumstellung

Am Wochenende wurde wieder an den Uhren geschraubt. Für die einen ein Segen, für die anderen eine absolut unnötige Sache finden unsere Redaktorinnen.
Laura Sibold und Zoe Gwerder
Laura Sibold.

Laura Sibold.

Laue Sommerabende, Grillspass am See, Helligkeit bis 21 oder 22 Uhr und danach ein traumhaft schöner Zuger Sonnenuntergang: Gegen die Zeitumstellung, respektive gegen die Sommerzeit, habe ich nur wenig einzuwenden.

Einmal im Jahr drehe ich an der Uhr, bin sozusagen Herr über die Zeit und kriege als Belohnung lange helle Abende, die meine Feierabendlaune regelmässig steigern. Drehe ich im Winter die Uhr wieder zurück, kann ich sogar noch eine Stunde länger schlafen.

Klar hatte auch ich zu kämpfen, als ich letztes Wochenende um eine Stunde Schlaf gebracht wurde. Die Müdigkeit währte aber nur kurz, anders als Kollegin Gwerder habe ich keine Kinder, die den selbst ernannten Mini-Jetlag verstärken. Dem kann man aber vorbeugen. Ich empfehle früh und alleine schlafen zu gehen und tagsüber viel Bewegung – da haben auch die Kinder Freude und sind abends müde.

In der Schweiz kennen wir die Zeitumstellung seit 1981. Die Massnahme wurde damals mit Energiesparen begründet: Ist es länger hell, brauchen wir weniger Strom für die Beleuchtung. Blöd nur haben verschiedene Studien gezeigt, dass dem nicht so ist.

Dass die EU-Kommission nun die Zeitumstellung abschaffen will, stört mich daher nicht, im Gegenteil: Von mir aus gerne Sommerzeit für immer!


Zoe Gwerder.

Zoe Gwerder.

Nun haben wir sie also wieder: die Sommerzeit. Und einen Mini-Jetlag dazu. Im Frühling ist er etwas stärker, im Winter etwas verkraftbarer. Mir geht es jedenfalls so.

Bis vor einigen Jahren ging es mir wie Kollegin Sibold: Die Zeitumstellung störte noch nicht allzu stark, weil ich sowieso nach jedem Wochenende einen Mini-Jetlag hatte. Da kam es auf die eine Stunde mehr oder weniger auch nicht an. Dass sich die Landwirte über die Zeitumstellung wegen ihrer Kühe aufregen, konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Mit Betonung auf «konnte».

Denn seit einigen Jahren bereite ich mich schon zwei Wochen vor der Umstellung auf diese vor. Weniger mich selber – auch wenn mich der Mini-Jetlag mehr stört, als auch schon. Nein – bei den Vorbereitungen geht es insbesondere um den Schlafrhythmus der Kinder. Denn die benötigen für eine solche Umstellung ihre Zeit. Sonst hat man dann den «Seich» und muss anstatt um halb sieben schon um halb sechs aufstehen, wenn sie aufwachen. Oder man hat während zweier Wochen schlecht gelaunte Zwerge um sich.

Entsprechend hoffe ich ganz fest, dass auch die Schweiz der EU möglichst schnell nachzieht und sich auf eine einzige Zeit beschränkt. Sodass ich nicht zweimal im Jahr das Familienleben auf den Kopf stellen muss.

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