Leserbrief

Die Schweiz kann sich nicht auf Dritte verlassen

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 27. September, Kampfflugzeuge

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Die Schweiz ist als Standort für die Wirtschaftswelt sehr attraktiv. Diese Attraktivität kommt daher, weil die Schweiz über ausgezeichnete Infrastrukturen in der Mobilität, im Bildungssystem, in der Gesundheit, der Energie und der Kommunikation verfügt und politisch stabil ist. Die Schweiz tut gut daran, diese Standortqualitäten jederzeit und selbstständig gegen mögliche Bedrohungen zu schützen und zu verteidigen. Die Schweiz kann ihre Handlungsfähigkeit nur dann bewahren, wenn sie Herr und Meister über ihr Territorium ist. Zum Territorium gehört auch der Luftraum. Eine gegen jede Bedrohung wirksame eigene Luftwaffe ist für jeden Staat unerlässlich. Nur so kann der Staat seine eigene Handlungsfreiheit (Souveränität) bewahren. Ohne wirksame Luftverteidigung mit Abhaltewirkung würde in aussenpolitischen Krisen die Gefahr entstehen, dass über wichtige Geschicke der Schweiz nicht mehr in der Schweiz, sondern anderswo bestimmt würde. Ein Staat, der seine Handlungsfreiheit bewahren will, kann die Verteidigung seines Luftraumes weder an eine internationale Organisation noch an ein anderes Land delegieren. Neutrale Länder sind die letzten, welche auf eine eigene Luftraumverteidigung mit Kampfflugzeugen und bodengestützter Luftabwehr verzichten können. Darum sage ich Ja zur Erneuerung der Luftverteidigung.

Gregor R. Bruhin, Hauptmann (Miliz), SVP-Gemeinderat, Zug