Deutlich weniger Passagiere auf den Zugersee-Kursschiffen

Der regnerische Frühling trübte den Start in die Schiffsaison 2019 – ein Minus, das bis Ende Saison nicht mehr aufgeholt werden konnte.

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(bier) Gut 100 000 Personen wurden im 2019 auf den Kursfahrten auf dem Zugersee befördert. Dies sind 16 Prozent weniger Fahrgästen als im Rekordjahr 2018 und entspricht in etwa dem Mittelwert der letzten Jahre, teilt die Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee (SGZ) mit.

Die MS Rigi ist eines von drei Kursschiffen auf dem Zugersee.

Die MS Rigi ist eines von drei Kursschiffen auf dem Zugersee.

Bild: Werner Schelbert

Höchststand im August

Die Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee besitzt drei Motorschiffe, die MS Rigi, die MS Schwyz und die MS Zug. Im 2019 wurden total 108 542 Fahrgäste auf den Schiffen befördert. Die höchste Frequenz wurde im August mit 22 662 Personen erreicht. 31 374 Schiffskilometer legten die drei Motorschiffe auf dem Zugersee zurück.

Regnerische und kühle Tage prägten die Monate April und Mai 2019. Entsprechend zurückhaltend war der Start in die Schiffsaison 2019. Alleine im April wurde ein Frequenzrückgang von 50 Prozent verzeichnet, heisst es weiter. Mit dem sonnigen Wetter ab Juni seien die Gäste zurückgekommen. Das Minus im Frühling konnte bis Saisonende aber nicht mehr aufgeholt werden.

Beliebte Sonderfahrten

Die Sonderfahrten waren allerdings beliebt. Im April fand beispielsweise das Debüt des «Lismi-Schiff» statt und war innert kürzester Zeit ausverkauft. Eine zweite Durchführung folgte im Herbst. Ein besonderes Erlebnis war der Schwinger-Shuttle, der in den frühen Morgenstunden am ESAF die Schwingerfans von Arth nach Zug brachte, teilt die SGZ weiter mit.

Die SGZ verzeichnete im 2019 einen Betriebsverlust von 118 062 Franken. Dies sei hauptsächlich auf den getrübten Saisonstart zurückzuführen. Das Entlastungsprogramm des Kantons Zug, welches einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent fordert, beschäftige die SGZ weiterhin stark. Gemeinsam mit der Ägerisee Schifffahrt und dem Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug wurde im Frühjahr eine externe Expertise in Auftrag gegeben. Ziel dieser Studie ist die Überprüfung der Erreichbarkeit des geforderten Kosten­deckungsgrades. Der finale Bericht werde in der zweiten Jahreshälfte 2020 erwartet.

Wann beginnt die Saison 2020?

Aufgrund der Coronasituation musste der Saisonstart 2020 bis auf Weiteres verschoben werden. «Das Ausmass der finanziellen Auswirkungen sowie auch die zukünftige Entwicklung der Nachfrage ist noch völlig unklar und wird die Schifffahrt noch länger beschäftigen», schreibt die SGZ dazu.

Die Besucherzahl an der Generalversammlung vom 16. Juni werde strikt auf das gesetzlich gebotene Minimum beschränkt. Sie findet ohne persönliche Anwesenheit der Aktionäre und Gäste statt. Die Aktionäre könnten ihre Rechte durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben.

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