Die Specks zieht’s jetzt nordwärts

Lokale Güter produziert der bekannte Zuger Bäckerei- und Confiseriebetrieb weiterhin in der Stadt Zug.

Marco Morosoli
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Hier wird die Confiserie Speck ihre neue Produktionsstätte bauen.

Hier wird die Confiserie Speck ihre neue Produktionsstätte bauen.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1 Juni 2018)

Die Confiserie Speck verlagert ihre Produktion an die neue Verkehrsachse zwischen der Industriestrasse und der derzeit entstehenden Tangente Zug/Baar. Der Umzug ist seit rund zwei Jahren beschlossene Sache. Das jetzt öffentlich aufgelegte Baugesuch zeigt nun konkret, wie die Specks diese lang gehegten Pläne effektiv umsetzen wollen.

Peter Speck ist Feuer und Flamme für das Projekt. Er spricht von Transparenz und versteht darunter die neuen Produktionsräume: «Von allen Seiten können die Leute zuschauen.» Speck vergleicht das Herz der neuen Baute mit einem Aquarium. Die Umsetzung dieses Konzepts sei eine Herausforderung gewesen, ist von den CSL Architekten aus Zug zu hören. Um die Sichtbarkeit aus den verschiedenen Winkeln zu ermöglichen, kommt der Produktionsbereich unter Niveau zu stehen. Das wohl bekannteste Beispiel dieser Art ist die Bossard-Arena, deren Eisfläche sich praktisch im Keller befindet.

Den neuen Standort mit Bedacht gewählt

Bereits heute ist an der Gotthardstrasse ein Teil der Speck-Produktion einsehbar, aber die meisten Passanten gehen achtlos daran vorbei. Im neuen Produktionsstandort können dereinst Interessierte hautnah dabei sein. Der neue Standort ist jedoch auch verkehrstechnisch geschickt gewählt. Die Verlängerung der Industriestrasse mündet ab 2021 in die Tangente Zug/Baar. Zudem plant die Stadt Zug in diesem Gebiet den neuen Ökihof. Auf Kundschaft aus diesem Treffpunkt hoffen die Specks auch. «Womöglich eröffnen wir am neuen Ort vor der Entsorgungsstätte», sagt Peter Speck.

Wie das Baugesuch zeigt, planen die Bauherren ein Café mit 110 Plätzen, 48 davon sind im Aussenbereich vorgesehen. Beim Angebot setzen die Specks auf Bewährtes. Das neue Café Speck soll täglich geöffnet sein. Etwas in dieser Art gibt es in diesem Gebiet derzeit noch nicht. Das Land, auf welchem die Specks bauen, gehört der Korporation Zug. Diese überlässt es im Baurecht. Im Gebäude gibt es auch noch 15 kleinere Wohnungen. Auf dem Dach ist eine Fotovoltaik-Anlage vorgesehen. Im Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen. Einzug wäre dann im April 2022.

Traditionsfirma zügelt ins Göbli

Die Korporation Zug räumt der Confiserie Speck ein Baurecht im Göbli ein. Diese will dort spätestens ab 2022 ihren neuen Produktionsstandort in Betrieb nehmen. Dies weil der jetzige Standort keine rationelle Produktion mehr zulasse.
Charly Keiser