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Eine gütliche Einigung beim Verkauf der Oeschwiese fürs Zuger Strandbad

Die Stadt Zug kann die Oeschwiese zum Preis von 4,739 Millionen Franken kaufen. Damit endet ein jahrelanger Disput.

Harry Ziegler
Mit dem Erwerb der Oeschwiese kann das Strandbad erweitert werden. (Bild: PD)

Mit dem Erwerb der Oeschwiese kann das Strandbad erweitert werden. (Bild: PD)

Das jahrelange Hin und Her um den Kauf der Oeschwiese durch die Stadt Zug hat ein gütliches Ende gefunden. Die Erbengemeinschaft hat dem Vorschlag der kantonalen Schätzungskommission und dem Kaufpreis von 4,739 Millionen Franken zugestimmt. Damit kommt es zum Verkauf, ohne dass das Enteignungsverfahren zu Ende geführt werden musste. Nun kann die Stadt Zug ihren Plan der Erweiterung des Strandbads am Chamer Fussweg in Angriff nehmen.

Bis die ersten Badenden allerdings auf der Oeschwiese ihr Strandtuch ausrollen können, dürfte es einige Zeit dauern. «Wir rechnen damit, dass die bauliche Erweiterung frühestens 2022 beginnen kann», sagt André Wicki, städtischer Finanzchef. Er war einerseits als Vorsteher des städtischen Baudepartements und nun als Finanzchef mit diesem Geschäft betraut. Ein Wettbewerb, der Ideen zur Gestaltung der Erweiterung des Strandbads liefern soll, werde nach der Eigentumsübertragung noch dieses Jahr gestartet.

Harte Verhandlungen führten zum Ziel

«Die Gespräche mit den Eigentümern der Oeschwiese seien immer korrekt – beiderseits – gewesen», erklärt André Wicki. Sicher sei hart verhandelt worden. Es sei ihm aber ein Anliegen, den Eigentümern zu danken, die Erweiterung des Strandbads möglich gemacht zu haben.

Dass es am Schluss zu einer gütlichen Einigung gekommen ist, konnte aufgrund der Vorgeschichte nicht immer erwartet werden. Die Eigentümer der Oeschwiese akzeptierten 2014 einen Entscheid des Zuger Verwaltungsgerichts nicht, wonach das rund 9500 Quadratmeter grosse Grundstück rechtens in die Zone des öffentlichen Interesses eingezont worden sei. Das Verwaltungsgericht stützte mit seinem Urteil sowohl Stadt- auch als Gemeinderat. Was dann auch das Bundesgericht tat.

Der Seeuferweg soll verlängert werden

Mit dem Kauf der Oeschwiese kann die Fläche des bestehenden Strandbads mehr als verdoppelt werden. «Vorgesehen ist, dass die Wiese nicht nur im Sommer genutzt wird, sondern den Zugerinnen und Zugern das ganze Jahr als Naherholungsgebiet dient», erklärt Wicki. Es ist geplant, den Seeuferweg, der heute beim Hafen endet, bis zum Chamer Fussweg zu verlängern. «Damit würde eine durchgehende Verbindung zwischen Landsgemeindeplatz und den Naturschutzgebieten im Choller geschaffen.»

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Unter anderem muss der Grosse Gemeinderat den Baukredit verabschieden. «Dazu jetzt eine Zahl zu nennen, wäre vermessen», sagt Wicki. Zuerst müsse man die Resultate des Wettbewerbs abwarten, um die Hausaufgaben seriös machen zu können. Zudem muss noch geklärt werden, ob das vorgelagerte Bootshaus Richtung Stadt verschoben werden kann oder auf Kosten der Stadt abgerissen werden muss. Das Grundstück wird bis zum Baubeginn der Strandbaderweiterung weiterhin landwirtschaftlich genutzt.

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