Die Tiere bleiben bis zum Letzten im gewohnten Umfeld

Durch die Hof-und Weidetötung soll den Tieren Stress erspart werden.

Zoe Gwerder
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Für eine Hofschlachtung muss die Anlage entsprechend angepasst werden. Der Metzger wie auch der Veterinär werden vom Landwirt aufgeboten. Der Tierarzt begutachtet das Tier, vor seinem Tod.  Der Metzger ist zuständig für die Betäubung mit dem Bolzenschuss sowie den Entblutungsschnitt. Das zu tötende Tier wird in eine entsprechende Halterung gebracht, um es zu fixieren und so die Risiken für den Metzger zu minimieren. Auf dem Hof muss alles für die weiteren Schritte parat sein. Denn vom Bolzenschuss bis zum ausgeweideten Tierkörper dürfen nicht mehr als 45 Minuten vergehen. Entsprechend stehen eine Aufhänge-Vorrichtung, ein Auffanggefäss sowie ein Transportanhänger parat.

Innert 60 Sekunden muss der sogenannte Entblutungsschnitt gemacht werden. Das Rind hängt hierfür über einem Gefäss, welches das Blut auffängt. Die Körperflüssigkeit darf nicht in den Boden versickern.

Nach einigen Minuten kann das ausgeblutete Tier auf einen Transportanhänger gehievt werden. Dieser muss bezüglich Flüssigkeiten dicht sein. Der Transportweg darf nicht mehr als 30 Minuten dauern.

Nach dem Abladen des Tierkörpers beim Schlachthof werden dort das Fell abgezogen, sowie Kopf, Hufe und Eingeweide entfernt. Das Fleisch wird gelagert und zur Verarbeitung weitergegeben.