Leserbrief
Die Totengräber der Kirche sind erfolgreich

«Auf Mission für eine moderne Kirche», Ausgabe vom 3. April

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«Trendy soll sie sein», «Festorganisatorin für Polen, Italiener und Flüchtlinge» oder dann ein Regenbogenschirm («Regenbogenpastoral») für die darunter darbenden, sexuell Randständigen. So, etwas einfach zusammengefasst, sieht frau das Triumvirat einer «modernen Kirche», soll man dem Artikel glauben.

Das Anliegen der drei Damen betrifft Sorgen lokalen Charakters und allesamt destilliert aus dem sozialen Aspekt «Kirche». Wer möchte diesen einen Teilbereich der Verkündigung, der auch politischen Parteien ein Anliegen ist, als nebensächlich bezeichnen! Aber es ist nicht die Kernaufgabe der Kirche, wie sie in der Dauerkritik von Trendsettern steht? Wem Kirche im eigentlichen, globalen Sinne des Wortes ein Anliegen ist, sollte vielmehr der Empfehlung des Theologen Schallenberg in «katholisch.de» folgen, der das Ende der in diesem Artikel geschilderten beziehungsweise geforderten Trendkirche sieht. Er nimmt das Anliegen des damaligen Kardinals Ratzinger auf, wenn er meint: «Katholische Kirche sollte sich vielmehr darauf konzentrieren, der christlichen Mystik wieder mehr Raum zu geben.»

Der Umstand, dass heute kaum mehr jemand etwas mit solchen Empfehlungen – schon der Terminologie wegen – anzufangen weiss, ist Hinweis dafür, wie Totengräber der Kirche schon erfolgreich gewirtschaftet haben und wie tief diese Berufsgattung bereits in das Kirchenkader hineinreicht. Katholiken, die nicht verstehen sollten, was gemeint ist, könnten vielleicht mal einen Vergleich anstellen zwischen dem Ostergottesdienst in St.Peter und einem der Musikevents unserer Breitengrade.

Hans Arnold-Bürgi, Rotkreuz