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Leserbrief

Die Umgestaltung Grossbritanniens als Lösung

Zur Lage in Grossbritannien

Es mag an der Geografie Britanniens liegen, dass sich das nationale Selbstverständnis historisch so ausgeprägt gegen Kontinentaleuropa wendet und sich die Briten bisher gegen jegliche Einigungs- respektive Einverleibungsversuche europäischer Mächte zur Wehr setzten. Das nun schon seit Jahren anhaltende Gezerre um den EU-Austritt Grossbritanniens jedenfalls hinterlässt Spuren.

Die Verweigerung der Opposition in London, dem konservativen Austrittsprozedere zu folgen, mündet in deren absurde Forderung nach einem zweiten Referendum. Das Wahlvolk soll genötigt werden, den Willen eines Parlaments zu vollziehen, das sich nicht imstande sieht, das Brexit-Votum vom Juni 2016 zu vollziehen. So wird verzögert, bis die Taktik der Opposition, eine zweite Abstimmung abzuhalten, unumgänglich wird. Um dem vorzubeugen, sollen Neuwahlen den Weg aus der Sackgasse weisen. Die harte Haltung von Premier Johnson hat sich als richtig erwiesen. Die Drohung, zur Not einen Austritt ohne Vertrag anzustreben, zwang EU-Chefunterhändler Barnier zurück an den Verhandlungstisch.

Das komplizierte Gefüge zwischen Engländern, Schotten, Walisern und Nordiren steht einem reibungslosen Austritt Grossbritanniens entgegen. Eine Umgestaltung Grossbritanniens, welche die kulturellen und historischen Interessen der Volksgruppen berücksichtigt, wäre einer Lösung zuträglich. Ein Prozess, den Schottland mit der Ankündigung eines erneuten Referendums zur Unabhängigkeit beschleunigen könnte.

Otto Rölli junior, Menzingen

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