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Leserbrief

Die USA brauchen Kriege

Zur globalen Dominanz des Dollars und der rüstungs­abhängigen Stärke der USA

Das Weltfinanzsystem wird von einem Zusammenschluss beherrscht: Im Financial Stability Board (FSB) sind unter der Aufsicht der Federal Reserve Bank (FED) die wichtigsten Banken Amerikas vereint. Diese wiederum stehen unter der Kontrolle von gerade einmal sieben Familien. Eng mit diesen verflochten sind die Ölgiganten Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, BP und Chevron. Die gleichen sieben Familien (Goldman Sachs, Rockefeller, Lehman, Rothschild, Warzburg, Lazard und Seifs) sind zudem Topaktionäre der weltweit 500 grössten Unternehmen (Quelle: Orzechowski, Peter: «Durch globales Chaos in die neue Weltordnung», Rottenburg 2016). Daraus resultiert das von Amerika dominierte globale Schuldensystem, das die US-Wirtschaft auf Kosten der übrigen boomen lässt. Durch die schrankenlose Dollarvermehrung und die dadurch ständig anwachsende Schuldenblase (aktuell 32 Billionen Dollar) wird der Dollar als Leitwährung zum immer grösseren Finanzrisiko.

Immer mal wieder aber haben einzelne Länder versucht, aus der Dollarknechtschaft auszubrechen. Mit Wirtschafts- und Finanzsanktionen werden die Unbeugsamen postwendend in die Knie gezwungen. So etwa mit Finanzblockaden wie zum Beispiel gegen Venezuela oder Iran, was dem Ausschluss aus dem Weltwährungssystem gleichkommt. Zum gleichen Ziel führen Wirtschaftssanktionen. Oder aber: Mit juristischen Klagen soll die Wettbewerbsfähigkeit unliebsamer Konzerne beeinträchtigt werden: VW, 23 Milliarden Dollar Busse oder Deutsche Bank, 12 Milliarden.

Die globale Dominanz des Dollars muss, wie untenstehende Beispiele zeigen, aber auch militärisch gesichert werden. Mehr als die Hälfte des gesamten Militärbudgets der Welt verschlingt die amerikanische Rüstungsindustrie. Bleiben Länder beziehungsweise Regierungen unnachgiebig, was die Nicht-Akzeptanz des Dollars betrifft, werden kurzerhand militärische Schritte in die Wege geleitet.

Im November 2000 wollte Saddam Hussein keine Dollars mehr für irakisches Öl akzeptieren. In der Folge wurde im Jahr 2003 das Land aufgrund von faustdicken Lügen, wie man inzwischen weiss, überfallen. Hussein wurde kurzerhand ermordet. Ebenso versuchte der libysche Staatschef Al-Gaddafi, den Erdölhandel nicht mehr mit Dollar abzurechnen. Es kam zu einer militärischen Intervention und zur Ermordung Gaddafis.

Auch Russland weigerte sich, die Dollar-Vorherrschaft fernerhin zu akzeptieren und richtete ein eigenes Zahlungssystem ein (Pro 100). Seitdem sind Russland und Putin Hauptfeinde des Dollar-Imperiums, wofür sie die USA hart bestrafen (Sanktionen, militärische Drohgebärden und vieles mehr). Auch der Iran wollte sein Öl nicht mehr nur gegen Dollar verkaufen. Sanktionen wurden verhängt, die das Land und sein Volk seither strangulieren. Da es sich immer noch nicht beugt, wird seit einiger Zeit unverblümt mit einem militärischen Einsatz gedroht. Dass China den Aufbau eines Konkurrenz-Währungssystems ins Auge fasst, hat es gegenüber den USA auch in Ungnade fallen lassen.

Da die US-Wirtschaft zu 70 Prozent rüstungsabhängig ist, kommt diese nur voran, wenn die Rüstung boomt. Was wiederum nichts anderes heisst, als dass sie darauf angewiesen ist, dass Kriege geführt werden. Es ist an der Zeit, dass die Welt gegenüber derart entsetzlichen Machenschaften erwacht und im Interesse des Weltfriedens dezidiert handelt.

Daniel Wirz, Zug

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