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Kick-off-Day in Rotkreuz

Zum 15. Mal nehmen Jugendliche aus der Zentralschweiz vom 7. bis 14. Juli am grössten internationalen Turnier der Welt in Prag teil. Am Samstag trafen sich alle in Rotkreuz zum traditionellen Kick-off-Day.
Ruedi Burkart
Bitte lächeln! Die Zuger Delegation stellt sich zum Gruppenbild auf. Bild: Maria Schmid (Rotkreuz, 25. Mai 2019)

Bitte lächeln! Die Zuger Delegation stellt sich zum Gruppenbild auf. Bild: Maria Schmid (Rotkreuz, 25. Mai 2019)

Im Jahr 2005 hatte alles angefangen. Zwei Juniorenteams der Zuger Highlands dislozierten in den Sommerferien für eine Turnierwoche an das internationale Turnier «Prague Games». Ein Jahr später fuhr man bereits mit fünf Teams nach Tschechien, erstmals als Zug United. Bei jener 2006er-Ausgabe des Turniers war Köbi Eugster erstmals mit von der Partie. Und Eugster ist immer noch dabei. Der Honauer amtet seit Jahren nicht nur als umsichtiger Delegationsleiter, er ist förmlich das Gesicht der Prague Games. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, er sondiert bei möglichen Sponsoren, pflegt Beziehungen zu regionalen Entscheidungsträgern – kurz: Ohne Eugster gäbe es keine Zuger Delegation an die Prague Games.

Seinem Naturell entsprechend macht er keinerlei Aufhebens um seine Person. «Wir arbeiten in einem Organisationskomitee. Jeder und jede macht einen wichtigen Job», sagt Eugster während des traditionellen Brunchs im Foyer der Dorfmatt-Turnhalle nur und schmunzelt. Fünf Minuten später steht er bereits wieder unter Strom und orchestriert unten auf dem Spielfeld das Fotoshooting. Äusserlich ruhig und routiniert bringt Eugster es fertig, dass knapp 350 Jugendliche einen Moment lang still sitzen und in die Kamera des versierten Fotografen Michael Peter lächeln.

Aus der Ferne betrachtet Monika Barmet an der Seite von Zug-United-Präsident Patrick Trachsel die Szenerie. Die Kantonsratspräsidentin aus Menzingen erhielt von den Unihockeyanern eine Einladung zum Brunch, welche sie gerne angenommen habe. «Ich habe mich darüber gefreut und sehr gerne zugesagt.» Als die Fotoaufnahmen im Kasten sind, richtet Barmet ein paar Worte an die Unihockeyaner und wünscht ihnen Glück, Spass und viel Erfolg am Turnier in Prag.

Letztes Jahr erfolgreich wie noch nie

«Unsere Teilnahme an den Prague Games ist kein Plausch­reisli», hält Köbi Eugster fest. Man wolle an die guten Resultate der vergangenen Jahre anknüpfen. «In den letzten acht Jahren haben wir immer Medaillen geholt.» Und nicht nur das: Letztes Jahr gewannen die B14-Knaben das Turnier und die G12-Mädchen wiederholten ihren Sieg von 2017. Seit einigen Wochen bereiten sich die insgesamt 20 Teams mit Trainings auf dem Grossfeld auf das Abenteuer in der tschechischen Hauptstadt vor.

Jahr für Jahr pilgern die Zentralschweizer, angereichert mit Spielerinnen und Spielern aus den Nachbarkantonen, also nach Prag. Was macht den Zauber dieser Prague Games aus? «Es ist nicht nur das Unihockeyspielen. Es ist das ganze Drumherum, ein richtiges Abenteuer», verrät ein Akteur der B16-Mannschaft. «Wir sind weg von daheim, eine Woche unter uns. Das ist halt schon cool.»

Mit den Kumpels die Prager Innenstadt erkunden, die U-Bahn unsicher machen, auch einmal die Nervenstärke der Trainer und Betreuer ausloten und dem Quartiermeister im Teamhotel kurz vor Mitternacht ein Schnippchen schlagen – das alles sind die Prague Games. Apropos: Logieren wird die gesamte Zuger Delegation wie immer im bewährten Teamhotel. Die Spielerinnen und Spieler werden in Dreierzimmer einquartiert. «Wir haben zwei Einzelbetten und eine Couch im Zimmer. Wer nach dem Einchecken am ersten Tag als Dritter ins Zimmer kommt, hat verloren», lacht ein Spieler der B17. Will heissen: Der muss eine Woche auf der unbequemen Couch schlafen.

Internationale Begegnungen und soziales Engagement

Neben allem Spass gehen die Organisatoren mit den jungen Sportlern auch ernste Themen an. «Wir stellen unsere Aktivitäten konsequent auf die geforderten Werte und Verhaltensweisen von ‹cool and clean›, der Präventionskampagne von Swiss Olympic und den Bundesämtern für Sport und Gesundheit», sagt Eugster. Ebenfalls zentral sind Begegnungen mit Sportlern aus anderen Ländern, mit Schweden, Tschechen, Dänen und Finnen. Man werde, so Eugster weiter, erneut der ostukrainischen Delegation von Skala Melitopol eine Prague-Games-Teilnahme ermöglichen und diesen Kontakt mit gemeinsamen Aktivitäten vertiefen.

Die Zahlen rund um die Prague Games lesen sich eindrücklich. Am weltgrössten Unihockeyturnier für Nachwuchsteams werden auch dieses Jahr 400 Mannschaften aus rund 15 Ländern antreten. So nehmen über 6000 Kinder im Alter von 10 bis 18 Jahren die tschechische Hauptstadt und die Sporthallen in Beschlag.

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