Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Muri: Die Weichen sind Richtung Bahnhof gestellt

Der Gemeinderat erachtet das Bahnhofareal als beste Option für ein neues Verwaltungsgebäude. Ursprünglich standen 19 Standorte zur Diskussion.
Eddy Schambron
Im Bahnhofareal wird wohl das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde Muri erstellt. (Bild: Eddy Schambron)

Im Bahnhofareal wird wohl das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde Muri erstellt. (Bild: Eddy Schambron)

Das neue Verwaltungsgebäude von Muri kommt im Bahnhofareal zu stehen. Dafür hat sich der Gemeinderat nach entsprechenden Abklärungen und Workshops entschieden. Offen ist zum Zeitpunkt einerseits noch der genaue Standort auf dem Areal, andererseits auch, ob die ganze Verwaltung in frühestens fünf Jahren dorthin zügeln und damit den Klosterbezirk verlassen wird, wie Gemeinderat Beat Küng ausführt. «Beim Standort Bahnhofareal haben wir einen breit abgestützten Konsens erreicht», fasst er die zahlreichen und intensiven Gespräche zusammen.

Tatsächlich hat der Gemeinderat nach der Versenkung des Projektes Widmen durch die Einwohnergemeindeversammlung zuerst mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretungen des Gemeinderats, der Verwaltung, der Baukommission sowie dem Planungsbüro Kohli und Partner Kommunalplan AG, die Grundlagen erarbeitet. Anschliessend, im September letzten Jahres, wurde ein erster Workshop mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und weiteren Interessierten und Fachleuten durchgeführt und die favorisierten Standorte vertieft untersucht.

Ende Januar fand schliesslich ein zweiter Workshop statt. Aus ursprünglich 19 diskutierten und sechs detailliert untersuchten Standorten ging das Bahnhofareal als klarer Sieger hervor. «Neben dem klaren Resultat aus der Nutzwertanalyse bietet dieser Standort im Vergleich zu den anderen Varianten insbesondere mehr Synergien und Flexibilität bezüglich Nutzung», hält der Gemeinderat fest.

Verbleib im Kloster ist nicht zwingend

Die heute im Kloster domizilierten Verwaltungsabteilungen müssen nach Ansicht des Gemeinderates nicht zwingend dort verbleiben, da die Lösung mit einem einzigen Standort langfristig betrachtet wirtschaftlich sowie betrieblich sinnvoller sei. Die weiteren Planungen auf dem Bahnhofareal sollen deshalb beide Szenarien ermöglichen: je eine Variante mit einem, beziehungsweise mit zwei Standorten. «In diesem Zusammenhang müssen gleichzeitig mögliche Nutzungen der allenfalls im Kloster frei werdenden Räumlichkeiten untersucht und innovative Ideen gesammelt werden. Geprüft wurde auch, ob die Verwaltung in einem Mietverhältnis geführt werden sollte.

«Miete kommt nur für Zwischenlösungen infrage», kam der Gemeinderat zum Schluss. Bei einem langfristigen Mietverhältnis wäre das in Form von Mietzinsen investierte Geld verloren, bei einem eigenen Verwaltungsbau hingegen verfüge die Gemeinde über entsprechende werthaltige Positionen in der Bilanz. «Also soll die Gemeinde selber investieren». Kommt hinzu, dass wesentliche Teile des Bahnhofsareals im Besitz der Einwohnergemeinde sind.

Man ist keinem Zeitdruck ausgesetzt

Nach Fertigstellung des Neubaus der Fremo werden die Abteilungen Finanzen, Steuern, Soziales und die Regionalpolizei Muri als Übergangslösung dort untergebracht. Der entsprechende Vertrag läuft über fünf Jahre, mit der Option zur Verlängerung. Zeitdruck besteht also nicht, weshalb «die weiteren Schritte sorgfältig geplant werden» können.

Der Gestaltungsplan Zentrum Bahnhof wird momentan überarbeitet und am 1. Mai ist eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Mitwirkungsverfahren angesetzt. Weitere Planungsschritte für den Verwaltungsneubau erfolgen erst, wenn der überarbeitete Gestaltungsplan rechtskräftig ist. Dann wird als erstes die Gemeindeversammlung über einen Kredit für den Architekturwettbewerb Verwaltungsneubau befinden. Gemeindepräsident Hampi Budmiger sagt:

«Die Realisierung in den nächsten fünf Jahren durchaus möglich.»

Ob dieses Zeitfenster allerdings auch realistisch ist, lässt er offen. Die Standortevaluation für den neuen Verwaltungsstandort ist abgeschlossen, jetzt bestehe Klarheit. «Die Weichen sind in Richtung Bahnhof gestellt». Aber ganz macht der Gemeinderat die Tür nicht zu: «Neue Erkenntnisse sind möglich und sollen ergebnisoffen beurteilt werden. Der Gemeinderat werde diese aber erst aktiv mit dem nächsten Planungsschritt angehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.