Leserbrief
Die Welt im Höchstgeschwindigkeitsrausch

«Kreative Lösungen 
gesucht», 
Ausgabe vom 18. Juli

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5G hält wohl, was es verspricht: alles noch schneller. Wozu eigentlich? Weil schneller besser ist als langsamer. Wer sagt das? Ich kenne niemand. Innehalten, nachdenken, slow down wäre wohl eher angesagt. Mitnichten. Im Rauschzustand auch noch nachzudenken. Das ist zu viel verlangt.

Wenn es aber dennoch manche gibt, die für das Innehalten plädieren, werden sie zu Feinden abgestempelt. So unlängst geschehen. Gemäss der einstmals sehr angesehenen «New York Times» (Ausgabe vom 14. Mai 2019) gehen die Vorbehalte gegenüber 5G auf das Konto der Russen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Hinter Gesundheitsbedenken gegenüber 5G stehen die Russen. Wer nun auch noch weiss, dass die «New York Times» neuerdings mit dem US-IT-Giganten Verizon unter einer Decke stecken, hat auch schon die Erklärung für die abstruse Aussage.

So schnell kann heute ein weltweit renommiertes Blatt zum Hampelmann des militärisch-wirtschaftlichen Machtkomplex USA verkommen.

Dessen ungeachtet titelte «20 Minuten» ein paar Tage darauf seinen Beitrag mit: «Darum will Russland, dass wir Angst vor 5G haben». Man sieht: Noch läuft die Propagandamaschinerie wie geölt. Genau solange wie wir uns das noch gefallen lassen. Also: Augen auf, Ohren auf, nachdenken und – wenn es an der Zeit ist – einfach Nein sagen. So nicht mehr mit uns.

Daniel Wirz, Zug


Am 17. April 2019 verschickte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) im Auftrag des Departementes Umwelt, Verkehr und Energie (Uvek) von Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein siebenseitiges Informationsschreiben mit ziemlich explosivem Inhalt unter dem Titel «Mobilfunk und Strahlung – Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz» an alle Kantonsregierungen, man möge doch jetzt dieser wundervollen neuen Technologie keine Steine mehr in den Weg legen, denn es sei ja wissenschaftlich erwiesen, dass Mobilfunkstrahlung keinerlei Wirkungen hervorrufe, ausser einer Beeinflussung der Hirnströme, einer gestörten Durchblutung des Gehirns, einer Beeinträchtigung der Spermienqualität, einer Destabilisierung der Erbinformation sowie Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und den oxidativen Zellstress. Aber ob das gesundheitsschädigend sei, sei nicht bekannt.

Muss man denn sterbenskrank werden oder gar tot sein, bis diese gravierenden Nebenwirkungen zur Kenntnis genommen oder gar akzeptiert werden?

Diese beiden Ämter scheinen nicht nur an einer Durchblutungsstörung des Gehirns zu leiden, sondern müssen bereits den programmierten Zelltod erlitten haben. Denn nur so kann man diese gravierenden negativen gesundheitlichen und krankmachenden Einflüsse völlig ignorieren.

Josef Arnold, Baar