Die WWZ hat die erste Zentrale von «Circulago» in Betrieb genommen

Die Quartierzentrale Metalli versorgt das gesamte Areal der gleichnamigen Einkaufs-Allee sowie umliegende Gebäude mit CO2-armer Wärme- und Kälteenergie aus dem Zugersee.

Raphael Biermayr
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Das Zuger Metalli-Quartier.

Das Zuger Metalli-Quartier.

Bild: Emanuel Ammon/Aura/PD

«Die offizielle Inbetriebnahme der ersten Circulago-Quartierzentrale ein symbolträchtiger Moment – für unser Unternehmen wie auch für die künftige Energieversorgung der Zuger Stadtquartiere», wird der WWZ-CEO Andreas Widmer in einer Medienmitteilung des Unternehmens zitiert. Der Grund für die Mitteilung ist die planmässige Inbetriebnahme des ersten Circulago-Clusters beim Metalli in Zug.

Das steckt hinter Circulago

Circulago nutzt die Energie (Temperatur) im Wasser des Zugersees. Das Seewasser wird 400 Meter vor dem Ufer in 26 Metern Tiefe gefasst und zur Seewasserzentrale in der Schützenmatt transportiert, teilt die WWZ AG mit. Dort wird seine Temperatur, die konstant zwischen 4 und 8 Grad liegt, mittels Wärmetauscher an einen separaten Zwischenkreislauf übertragen und das Seewasser zurückgeleitet.

Der Zwischenkreislauf (Quellennetz) leitet die Energie in die Quartiere. In den Quartierzentralen wird Wärme hauptsächlich mittels Wärmepumpen erzeugt und über ein Fernwärmenetz feinverteilt; Kälte wird mittels Wärmetauschern direkt vom Zwischenkreislauf an ein Fernkältenetz übertragen und ebenfalls feinverteilt. Bei den Kunden werden Wärme respektive Kälte an die gebäudeeigenen Systeme übertragen und für Warmwasser und Heizung beziehungsweise Raumklima und Kühlung eingesetzt. Im Endausbau soll Circulago jährlich rund 25 000 Tonnen CO2 einsparen, teilt die WWZ AG weiter mit.

Der Ausbau des Verteilnetzes ab der Energiezentrale Metalli sei in vollem Gang und die Erschliessung weiterer Liegenschaften zwischen Einkaufs-Allee und Bahnhof Zug noch für dieses Jahr geplant – ebenso die Erweiterung des Verteilnetzes durch die Poststrasse Richtung Süden.

Weiterer Ausbau

Überdies entstehe zurzeit im Lüssi-Quartier eine Energiezentrale, die dieses Jahr erste Liegenschaften versorgen wird. Ab 2021 folge das Gebiet Haldenstrasse, später soll auch das Loreto-Quartier ab der Quartierzentrale Lüssi mit einheimischer, erneuerbarer Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt werden.

Zudem habe die WWZ AG vor kurzem die Planung der Circulago-Quartierzentrale Grafenau für die Versorgung des gleichnamigen Businessparks in Angriff genommen.

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