Die Zuger ALG-Fraktion reicht eine Motion für eine Standesinitiative ein

Ziel ist es, die Versorgung mit den wichtigsten Medikamenten und Wirkstoffen auch in allfälligen künftigen Krisen zu gewährleisten.

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Wichtige Medikamente sollen nach dem Wunsch der ALG auch in der Schweiz produziert werden.

Wichtige Medikamente sollen nach dem Wunsch der ALG auch in der Schweiz produziert werden. 

Bild: Eveline Beerkircher

(mua) Die Fraktion Alternative – die Grünen (ALG) hat eine Motion für eine Standesinitia­tive zur Sicherung der Versorgung mit Medikamenten und Wirkstoffen eingereicht. Diese will den betroffenen Artikel in der Bundesverfassung entsprechend ergänzen und präzisieren, damit auch in Krisen die Versorgung der Bevölkerung mit den wichtigsten Medikamenten und Wirkstoffen gesichert ist.

Die Fraktion begründet den Vorstoss damit, dass rund 80 Prozent der Medikamente und Wirkstoffe der Grundversorgung aus China kämen. «Diese Quasi­-Monopolstellung ist für die Schweiz – aber auch für ganz Europa – sehr problematisch, wie sich in der aktuellen Situation und der Coronavirus-Pandemie zeigt», heisst es in der Motion weiter.

Produktion in Europa

So werde auch losgelöst von der jetzigen Situation über Lieferengpässe bei ganz normalen Medikamenten geklagt. Dabei verweist die Fraktion auf einen Artikel auf srf.ch/news. Demzufolge fange das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung eine sich abzeichnende Knappheit mit erhöhter Vorratshaltung auf. Aus Sicht der ALG reiche das nicht aus.

«Neben einer ausreichenden Lagerhaltung ist es zentral, dass wichtige Medikamente und Wirkstoffe in der Schweiz und in Europa produziert werden», heisst es weiter im Vorstoss. Die Fraktion Alternative – die Grünen findet, dass die Pharmafirmen entsprechend verpflichtet werden müssen.