Die Zuger folgen bei den eidgenössischen Abstimmungen dem nationalen Trend

Die Zugerinnen und Zuger haben den Velo-Artikel angenommen und die beiden Agrar-Initiativen abgelehnt. Die drei Vorlagen vermochten viele an die Urne zu locken.

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Das Abstimmungsverhalten der Zuger Bevölkerung. (Quelle: Staatskanzlei des Kantons Zug)

Das Abstimmungsverhalten der Zuger Bevölkerung. (Quelle: Staatskanzlei des Kantons Zug)

Das Velo erhält bei der Verkehrsplanung künftig mehr Gewicht: 72 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben der Vorlage zum sogenannten Velo-Artikel zugestimmt. Im Kanton Zug zeigt sich sogar eine noch etwas höhere Zustimmung: 73,40 Prozent der Zuger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger unterstützen den Bundesbeschluss. Für die Initiative stimmten bei einer Beteiligung von 44,69 Prozent 25 102 Stimmberechtigte. Dagegen waren 9099 Zuger (siehe Tabelle). Alle elf Zuger Gemeinden waren sich einig; keine hat den Beschluss abgelehnt. Steinhausen sticht mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 77,91 Prozent hervor.

Ebenso wie beim Velo-Artikel folgten die Zuger bei der Initiative zur Ernährungssouveränität und der Fair-Food-Initiative dem nationalen Trend. Beide Vorlagen wurden deutlich abgelehnt: die Ernährungssouveränität mit 27090 Nein-Stimmen gegen 6841 Ja-Stimmen, die Fair-Food-Initiative mit 24757 Nein-Stimmen gegen 9322 Ja-Stimmen.

Hohe Stimmbeteiligung

Einmal mehr war die Stimmbeteiligung im Kanton hoch. Lag sie schweizweit bei lediglich 37 Prozent, erreichte sie in Zug bei allen drei Vorlagen rund 44 Prozent. In Walchwil und Menzingen lockten die beiden Agrarinitiativen beinahe 50 Prozent der Bevölkerung an die Urne. So stimmten in Menzingen für die Ernährungsinitiative 48,93 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung ab, in Walchwil 49,09. Die Fair-Food-Initiative konnte gar noch mehr punkten: In Menzingen erreichte die Stimmbeteiligung 49 Prozent in Walchwil 49,19 Prozent. (cro)