Die Zuger Museen laden zum Erlebnistag

Auch am 42. Internationalen Museumstag vom 19. Mai spannen die vier Zuger Häuser zusammen und halten ein Bouquet an Spezialanlässen bereit. Eines der Highlights ist eine Führung, die sich der Vorstadtkatastrophe widmet.

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Die Zuger Museen, im Bild die Burg Zug, spannen am 19. Mai wieder zusammen. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 23. Dezember 2018)

Die Zuger Museen, im Bild die Burg Zug, spannen am 19. Mai wieder zusammen. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 23. Dezember 2018)

(fae) Geschichte, Kunst, Kultur, Handwerk, Traditionen... der internationale Museumstag steht seit 1978 jeweils am zweiten oder dritten Mai-Sonntag im Zeichen des Museums. Er will hervorheben, welch wertvolle Aufgaben die Museen dieser Welt erfüllen, der Bevölkerung alles aus den eingangs genannten Sparten nahebringen und noch viel mehr. Vom kleinsten Quartiermuseum bis zur grossen staatlichen Einrichtung findet an diesem Tag alles gleichermassen Beachtung. Mit besonderen Aktionen wie Spezialführungen, Blicke hinter die Kulissen, Workshops und mehr weisen die Museen auf ihre Bedeutung hin.

Der Internationale Museumstag 2019 findet am 19. Mai statt, das Motto diesmal lautet «Zukunft lebendiger Traditionen». In der Schweiz treten der Verband der Museen der Schweiz VMS sowie der Schweizer Verband der Museumsfachleute ICOM in Kooperatoin mit mehreren Partnerorganisationen als Veranstalter in Erscheinung. Auch die vier Zuger Museen machen an diesem besonderen Tag wieder gemeinsame Sache.

Blick auf das Unglück von damals

Mit vereinten Kräften führen sie als eines der Highlights an diesem Tag eine knapp anderthalbstündige Führung durch, welche sich der Vorstadtkatastrophe von 1887 annimmt. Dabei wird der Frage auf den Grund gegangen, was Steinbeile, eine Ziegelhütte, Kunst im öffentlichen Raum und eine Zuger Sage mit dem grossen Unglück von damals verbindet. Nicht nur geht es um die Katastrophe selbst und wie es dazu gekommen ist, sondern es rücken auch Jahrtausende alte Handwerkstechniken in den Fokus, gleich wie die Inspirationsquellen für kontemporäre Kunstschaffende.

Das Programm vom Sonntag, 19. Mai

Führung: Die Vorstadtkatastrophe von 1887 im Fokus der Zuger Museen. Start um 13 Uhr bei der «Seesicht» von Roman Signer.
Kunsthaus Zug: 13 – 17 Uhr, Erkunden der «Seesicht» von Roman Signer. Schauen, zeichnen, diskutieren (nur bei schönem Wetter).
Museum Burg Zug: 10 – 17 Uhr, spielend die Zuger Traditionen kennenlernen. Spiel- und Infotische rund um die Burg.
Museum für Urgeschichte(n): 14 – 17 Uhr, mit Kurzführungen und Mitmachangeboten die Bauweise der Pfahlbauer ergründen.
Ziegelei-Museum: 14 – 17 Uhr, offene Werkstatt, Ziegel herstellen und die Welt der Zieglerfamilie Lörch erkunden.
Der Eintritt in die Museen und zu allen Veranstaltungen ist frei.

Und was genau ist eigentlich mit all dem Schutt nach dem Unglück passiert? Neben dieser gemeinsam veranstalteten Führung hält jedes der vier Museen noch sein eigenes Spezialprogramm an diesem Tag bereit. Die Burg Zug bringt den Leuten Zuger Traditionen nahe. Im Museum für Urgeschichte(n) wird u.a. die Bauweise der Pfahlbauten beleuchtet. Das Kunsthaus Zug rückt die begehbare Installation «Seesicht» von Roman Signer ins Zentrum des Interesses, und das Ziegelei-Museum lädt zur eigenhändigen Herstellung von Ziegeln nach alter Tradition. Die detaillierten Tagesprogramme sind jeweils auf den Homepages der vier Museen einsehbar.