Die Zuger Unihockeyaner wollen auch im TV-Spiel brillieren

Zweimal haben die United in den ersten beiden Spielen der Playoff-Viertelfinalserie die favorisierten Berner düpiert. Am Samstag können die Zuger sich auswärts in eine noch bessere Ausgangslage bringen.

Peter Rohner
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Zug United (in Blau: Yannick Rubi) bringt Köniz in Bedrängnis.

Zug United (in Blau: Yannick Rubi) bringt Köniz in Bedrängnis.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. März 2020)

Wiler-Ersigen heisst der Schweizer Meister seit 2004 fast immer – nur Alligator Malans (zweimal), die Grasshoppers und Köniz durchbrachen diese Phalanx. Für die Berner war der Erfolg vor zwei Jahren gleichsam die Krönung des nimmermüden René Berliat, der wie kein anderer Exponent für die Philosophie dieses Vereins steht und der die exquisite Nachwuchsförderung prägte. Und von dieser ausgezeichneten Arbeit auf der Nachwuchsstufe profitiert die erste Mannschaft, die derzeit im Playoff gegen Zug United spielt. Besonders hervorzuheben ist derzeit sicher Stefan Hutzli, der mit seinem Topskorer-Shirt sofort auffällt. Die Linie um den Neo-Nationalspieler sorgte in den bisherigen beiden Partien für die Mehrheit der Tore auf Könizer Seite und war von den Zugern kaum zu bändigen.

Aus der Könizer Nachwuchsabteilung stammt auch Manuel Maurer, der in den ersten zwei Spielen noch nicht eingreifen konnte. Es zwickt der Nationalspieler und Schweden-Rückkehrer im Oberschenkel. Maurer, der designierte Topskorer der Mannschaft, verpasste einen Grossteil der Partien in dieser Saison, so auch schon die beiden Vergleiche in der Qualifikation. Nun hoffen die Berner, dass er rechtzeitig fürs Saisonfinale wieder einsatzbereit ist. Denn mit den zwei knappen Niederlagen in den ersten beiden Spielen der Best-of-7-Serie manövrierten sich Könizer in eine veritable Schieflage. Deshalb stehen sie für das dritte Spiel vom Samstag in der Weissenstein-Halle in Bern, das vom Schweizer Fernsehen live auf SRFzwei übertragen wird (ab 17 Uhr), unter erhöhtem Druck. Eine weitere Niederlage dürfen sie sich in dieser Partie kaum leisten.

Die Zuger Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Die Zuger ihrerseits bewiesen zuletzt Nervenstärke. Nach dem Erfolg im Cupfinal nach Verlängerung (gegen Alligator Malans) siegten die Zentralschweizer auch dank Efforts zum Spielende in den ersten beiden Partien der Serie. Im ersten Spiel wendeten sie einen Drei-Tore-Rückstand zu Mitte des Schlussdrittels zu ihren Gunsten. Und im Heimspiel liessen sie sich weder von einem 0:2-Rückstand im Startdrittel noch von der Könizer Aufholjagd vom 3:5 zum 5:5 im dritten Spielabschnitt aus dem Konzept bringen. Einzig die Erinnerungen ans letzte TV-Spiel in der Weissenstein-Halle vor zwei Jahren dürften nicht so positiv sein: Damals siegte das Heimteam 7:4 und sicherte sich den Halbfinaleinzug. Die Könizer feierten dann in der Folge ihren ersten und bisher einzigen Meistertitel.