Die Zuger Unihockeyanerinnen können den Fehlstart nicht korrigieren

Zug United unterliegt Winterthur 1:6 in der NLA. Immerhin gibt sich das Team im Cup keine Blösse.

Samira Inglin
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Zug United - Red Ants Rychenberg Winterthur am 12. September 2020 in der Sporthalle der Kantonsschule Zug Bild: Michael Peter

Zug United - Red Ants Rychenberg Winterthur am 12. September 2020 in der Sporthalle der Kantonsschule Zug
Bild: Michael Peter

Michael Peter Allenwinden

Die Pflicht erfüllt, die Kür aber nicht. So lässt sich das Saisonauftaktwochenende von Zug United zusammenfassen. Am Sonntagabend gewann das NLA-Team die Cup-Achtelfinal-Partie beim Erstligisten Aarau mit 7:3. Diese Begegnung war zur Spielmitte entschieden, nachdem Samira Inglin das 5:1 für den Favoriten erzielt hatte.

Mehr Spannung hatte das erste Meisterschaftsspiel tags zuvor gegen die Red Ants Winterthur versprochen – vermeintlich: Es wurde zu einer klaren Angelegenheit und endete mit einer 1:6-Niederlage aus der Sicht der Zugerinnen. Im ersten Drittel passte bei ihnen wenig bis gar nichts zusammen. Angefangen bei unnötigen Ballverlusten in der Mittelzone, über unzureichende Slotarbeit, hin zu Abwesenheit vor dem gegnerischen Tor, war alles Negative dabei. Die Winterthurerinnen hingegen überzeugten mittels Spielfreude, Biss und Effizienz und führten nach dem ersten Drittel bereits mit 5:0.

Viele Torchancen, aber kaum Ertrag

Auf zwei Linien reduziert, nahmen die Zugerinnen in der Folge das Zepter in die Hand. Nur wenige Minuten waren gespielt, als die spätere Best Playerin Anna Reber den Ball in die Mitte zu Eliska Trojankova spielte, die im Gewusel die Übersicht behielt und zum 1:5 traf. Zug trat auch anschliessend deutlich spielbestimmender auf und erkämpfte sich Chance um Chance. Die altbekannte Schwäche beim Abschluss offenbarte sich nun allerdings, weshalb es nach 40Spielminuten bei diesem Skore blieb.

Das letzte Drittel begann, wie das zweite aufgehört hatte: Zug machte das Spiel, sündigte aber im Abschluss. Die konterstarken Red Ants kamen zu gefährlichen Chancen, die aber von der stark agierenden Micheline Müller im Zuger Tor zunichtegemacht wurden. Obwohl die Zugerinnen die Aufstellung oft rotierten, zu guten Tormöglichkeiten kamen und das Spiel unter Kontrolle hatten, waren es die Winterthurerinnen, die den Schlusspunkt hinter diese Partie setzten, und in der 59. Minute das sechste Tor erzielten.

Mehr zur NLA-Meisterschaft gibt es hier.

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