Die Zuger United-Männer landen Big Points

Dank des 4:2-Erfolgs im Sechs-Punkte-Spiel gegen Winterthur etabliert sich Zug in der vorderen NLA-Tabellenhälfte.

Peter Rohner
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Zugs Adrian Bachmann (mit Brille) freut sich über seinen Treffer zum 3:1. Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 23. November 2019)

Zugs Adrian Bachmann (mit Brille) freut sich über seinen Treffer zum 3:1. Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 23. November 2019)

Dass viel auf dem Spiel stand an diesem späten Samstagnachmittag, war beiden Teams anzumerken. Auf Ballkontrolle und sicheres Spiel fokussiert, gab es im ersten Spielabschnitt nur wenige Torchancen in der Partie zwischen Zug United und Rychenberg Winterthur zu sehen. Indes nutzten auch beide Mannschaften die Möglichkeit, den Gegner mit einem hohen Pressing unter Druck zu setzen. So luchsten die Gäste dem Zuger Adrian Furger in der Ecke einen Ball ab. Samuel Gutknecht fand am weiten Pfosten Tuomas Iiskola, der nach elf Minuten zur Freude der zahlreichen mitgereisten Fans zum 1:0 traf. Diese Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, da die Zürcher den besseren Start in die Partie erwischt hatten.

Im zweiten Spielabschnitt wirkten die Zentralschweizer wacher als noch im Startdrittel und kamen auf diese Weise auch zu mehr Chancen. Es war allerdings letztlich eine Nicht-Chance, die zum Ausgleich führte: Thomas Grüter schoss aus der Halbdistanz und Yannick Rubi irritiert mit einer Bewegung vor dem Tor den Keeper Ruven Gruber wohl derart, dass dieser den nicht sonderlich platzierten Schuss passieren liess. Sehenswert war dann aber die Führung der Zuger: Alexander Larsson lancierte mit einem langen Ball diagonal Furger, der wiederum direkt auf den vor das Tor gelaufene Rubi anspielte. Auf ähnliche Weise doppelte Adrian Bachmann zum 3:1 nach. Der Zuger Junior erzielte sein erstes NLA-Tor. «Wir kamen gut aus der Garderobe und machten die einfachen Sachen richtig», resümierte Adrian Furger das Mitteldrittel.

Cleveres Spiel der Zuger

Für das letzte Drittel konzentrierte Winterthur die Kräfte und dies zahlte sich rasch aus. Der frisch eingesetzte Jonas Lutz düpierte nach einem Freischlag die Zuger Verteidigung – 3:2. Vor allem die Linie um den Tschechen Patrik Doza sorgte in der Folge im wieder für Unruhe in der Zuger Hintermannschaft, doch behielt Goalie Petter Nilsson die Ruhe. Die Zuger setzten immer wieder Nadelstiche oder störten den Spielaufbau der Rychenberger nachhaltig – wie in der 54. Minute. Steven Fiechter und Alexander Larsson gewannen den Ball, der Schweden legte auf Furger ab und der formstarke Flügel erzielte den vierten Zuger Treffer.

Zwar hatten die Gastgeber in der Endphase noch heikle Momente zu überstehen, als den Winterthurern zwei Powerplays zugesprochen wurden. Doch die Zuger warfen sich mit viel Leidenschaft in die Schüsse und Pässe und überstanden die finale Druckphase unbeschadet. Dank des Erfolgs etablierten sich die Zuger weiter in der vorderen Tabellenhälfte und bauten den Abstand auf einen direkten Konkurrenten um einen Playoffplatz, die Winterthurer, auf sieben Punkte aus.

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