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Zuschauer beim Zuger Fussballspiel ärgern sich über den Verband

Zug 94 verliert gegen Black Stars mit 0:1 in der 1. Liga. Der Zuger Trainer ärgert sich über das naive Verhalten seines Teams. Auch das geringe Publikumsinteresse gab Anlass zu Diskussionen.
Martin Mühlebach
Zugs Clirim Shabani (in Blau) wird vom Basler Simon Dünki beim Sturmlauf gestoppt. (Bild: Maria Schmid, Zug, 25. März 2019)

Zugs Clirim Shabani (in Blau) wird vom Basler Simon Dünki beim Sturmlauf gestoppt. (Bild: Maria Schmid, Zug, 25. März 2019)

Nur gerade 71 Zuschauer waren am Dienstagabend auf die Zuger Hertiallmend gekommen, um sich das 1.-Liga-Nachtragsspiel zwischen dem Leader Black Stars und Zug 94 anzusehen. Just an dem Abend, an dem der EVZ nur einen Steinwurf vom Fussballstadion entfernt seine erste Halbfinalpartie bestritt und das EM-Qualifikationsspiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft im Fernsehen übertragen wurde.

Das spärlich aufmarschierte Publikum ärgerte sich über den Fussballverband. Klaus Koch sagte stellvertretend: «Ich verstehe nicht, dass dieses Spiel auf den genau gleichen Tag angesetzt wurde, an dem die Schweizer Nati austrägt. Meines Erachtens mangelt es dem Verband am nötigen Fingerspitzengefühl.»

Den Zugern Fussballern mangelte indessen an der nötigen Cleverness, um den Leader bezwingen zu können. Dieser entschied die Partie bereits in der 15. Spielminute nach einem Freistoss in Strafraumnähe. Simon Dünki zirkelte den Ball haargenau auf Ermin Alic, der mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0 traf. Es war der einzige Treffer in dieser Partie. Der Zuger Trainer Ergün Dogru ärgerte sich nach dem Abpfiff über den Auftritt seiner Elf. Er befand völlig zu Recht: «Beim Gegentor stand unsere Innenverteidigung falsch. Alic hätte nicht völlig freistehend zum Kopfball ansetzen dürfen.»

Die Niederlage hätte höher ausfallen können

Es war nicht die einzige Kritik, die der Zuger Trainer anbrachte. Er bemängelte auch die fehlende Passqualität seiner Mannschaft, die es den abgeklärt und clever auftretenden Gästen erlaubte, mit ihrem schnellen Umschaltspiel für Gefahr vor dem Zuger Gehäuse zu sorgen. «Wir luden Black Stars förmlich zum Torschuss ein», sagte Dogru.

Die Gäste hätten tatsächlich mehr als nur ein Tor erzielen können, wenn sie ihre Chancen resolut zu nutzen vermocht hätten. In der 62. Minute schoss der allein vor dem Zuger Tor auftauchende Deny Gomes am Pfosten vorbei. Drei Zeigerumdrehungen später glänzte der Zuger Keeper Mario Pastore mit einer tollen Parade, ehe die Basler nur den Pfosten (78.) und die Latte trafen (82.). Dies geschah in einer Phase, in der die Platzherren vehement, aber viel zu kompliziert den Ausgleich suchten. «Die Basler führten uns deutlich vor Augen, warum sie die Tabelle anführen. Sie spielten weitaus abgebrühter als wir», bilanzierte Ergün Dogru. Sein Team ist Sechster, mit acht Punkten Vorsprung – bei einem Match mehr – auf einen Abstiegsplatz.

Mehr zur 1. Liga gibt es hier.

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