Dieb wird an einem Tag zwei Mal verhaftet

Kurz nach seiner Freilassung wegen eines Portemonnaie-Diebstahls ist ein Mann in Zug erneut mit der Polizei in Konflikt geraten. Als er sich an einem parkierten Auto zu schaffen machte, bemerkte er, dass es sich um ein ziviles Polizeifahrzeug handelte.

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Aufmerksame Passanten beobachteten am Donnerstagnachmittag wie kurz vor 15 Uhr ein Mann beim Bundesplatz in Zug verdächtig um ein parkiertes Fahrzeug schlich. Sie sahen, wie der 39-jährige Algerier mit einem Stock ein Portemonnaie durch ein leicht geöffnetes Fenster fischte. Die Zeugen alarmierten die Polizei. Zivile Fahnder der Zuger Polizei konnten den Mann wenig später beim Spielsalon in Zug festnehmen. Wie die Zuger Polizei in einer Mitteilung schreibt, fand man das gestohlene Portemonnaie versteckt in einem Gebüsch.

Nach der Befragung und der Anzeigeerstattung wurde der Beschuldigte wieder freigelassen. Haftgründe lagen keine vor. Er zeigte sich geständig. Fluchtgefahr liegt beim abgewiesenen Asylbewerber nicht vor. Er hält sich illegal in der Schweiz auf.

Der Mann ist kein Unbekannter
Einige Stunden später, kurz nach 21.30 Uhr, parkierte ein ziviler Fahnder sein Fahrzeug in Zug für eine Überwachung. Der Fahnder setzte sich dazu auf den Rücksitz des Autos. Er musste nicht lange warten und schon bald schlich der 39-Jährige um das zivile Polizeifahrzeug. Der Algerier öffnete die unverschlossene Beifahrertür und schnappte sich einen Feldstecher, der auf dem Sitz lag. Dass ein Ordnungshüter noch im Auto sass, war ihm ganz nicht aufgefallen.

Als sich plötzlich die Hintertür öffnete, sah er die Aussichtslosigkeit einer Flucht ein und brach diese nach wenigen Metern ab. So wurde er am selben Tag zum zweiten Mal festgenommen, befragt und bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug angezeigt.

Am späten Abend wurde er wieder entlassen. Der Mann hatte schon vielfach Kontakt mit der Polizei, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

pd/sab