Diebe decken sich im Brockenhaus ein

Sogar da, wo es am billigsten ist, wird regelmässig geklaut und beschissen. Selbst die Brocki-Inhaber können manchmal nicht glauben, was sie sehen.

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Ohne Sicherheitsdienst gehts nicht mehr: Das Brockenhaus in Zug. (Bild: Roman Hodel/Neue ZZ)

Ohne Sicherheitsdienst gehts nicht mehr: Das Brockenhaus in Zug. (Bild: Roman Hodel/Neue ZZ)

Geklaut wird überall – selbst da, wo die Ware ohnehin schon spottbillig ist: in Brockenhäusern. Und oft wird besonders unverschämt vorgegangen. «Leute kommen mit ihren kaputten Schuhen und tauschen sie gegen intakte aus, Preisschilder werden entfernt oder Waren einfach eingesteckt», sagt Hans Küttel, Geschäftsleiter des Brockenhauses der Frauenzentrale Zug. Mehrheitlich handle es sich um kleinere Gegenstände, aber tatsächlich seien schon mal vier grosse Bürostühle verschwunden – unbemerkt. «In einem Brocki herrscht nun mal immer ein bisschen Puff, doch das erleichtert den Dieben halt das Handwerk.» Seit etwa zwei Jahren hat das Brocki deshalb zwei Securitas angestellt. «Das kostet uns rund 35'000 Franken im Jahr», bedauert Küttel, und womöglich werden sie bald das Präsenzpensum erhöhen und somit noch mehr in die Sicherheit investieren müssen.

Auch Felix Merz vom Brocki 3000 in Hünenberg stellt immer wieder fest, dass Waren verschwinden oder ausgetauscht werden. Da er die meiste Zeit alleine im Laden stehe, sei es ohnehin schwierig, Diebstähle zu bemerken. Bruno Durrer, der das Brockenhaus Helvetia in Steinhausen betreibt, teilt das Leid seiner Kollegen. «Seit wir hier wachsamer sind und schon das eine oder andere Hausverbot ausgesprochen haben, ist es etwas besser geworden», sagt er.

Andreas Faessler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.