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Leserbrief

Diese Durchschnittsnummer macht wenig Sinn

Zur Klimapolitik des Bundes

Einer der drei Hauptpunkte aus dem Regierungsprogramm der neuen Vorsteherin des UVEK umschreibt die staatliche Heilsbotschaft zum Klimawandel. Es wird ja immer wärmer! Die Weltdurchschnittstemperatur als Messgrösse für die Klimaveränderung festzulegen, macht gleich viel Sinn wie die Durchschnittstelefonnummer von Moskau für die russische Wirtschaftskraft. Die Temperaturen werden in der Regel an Wetterstationen gemessen bei Flughäfen, und dass es dort wärmer ist (und wird), als in der Taiga wissen auch die Zugvögel. Die 4000 IPCC-kritischen Wissenschaftler bleiben mit ihrem Heidelberger Appell zur Vernunft ungehört, denn wer sich dieser Klima-Stampede in den Weg stellt, wird niedergetrampelt.

Wenn nun einige Klima-Harlekine gegen die ungenügende schweizerische Klimapolitik demonstrieren und dabei die Schule schwänzen, ist diese Scharade einen Medienbericht wert. Wenn man aber das Abschmelzen der Polkappen als Beweis der Erderwärmung ins Feld führt, muss man sich wohl fragen, ob da die Jünger der säkularen Klimareligion an cerebraler Inkontinenz leiden. Die mittlere Temperatur der Antarktis beträgt -28°C und geht bis -64°C Bei einer Erwärmung um 2°C schmilzt das Eis noch nicht. Aber das kommt davon wenn man, statt dem Physikunterricht beizuwohnen gegen die Klimaveränderung Sturm läuft. Diese Ballermanntruppe der Treibhausszene, unterstützt durch die gekauften Vasallen der «Operation Libero», sind dann die Klimablockwarte von morgen. Das Erheben von Steuern und Abgaben – obgleich das KELS im Ständerat gescheitert ist – ohne etwas zu erreichen ausser einigen wohldotierten Stellen beim Staat, finden die Anhänger der Klimakongregation lustig; wir Ungläubigen aber weniger lustig, denn auch wir berappen dieses Ablassgeschäft der amtlich bestallten Weltenretter. Beim Schneeschippen fragt man sich dann: Wo ist denn der Klimawandel, wenn man ihn braucht? Klimawandel ist eben doch telegener als in der 3. Welt Abwasserkanäle auszuheben.

Rudolf Balsiger, Oberwil


Der Klimawandel existiert – er ist real und wir müssen etwas dagegen unternehmen. Die Frage ist: Wie machen wir das? Die FDP setzte sich in der vergangenen Wintersession für eine pragmatische Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein. SP, Grüne und GLP zeigten sich ideologisch und lehnten das Gesetz zusammen mit der SVP in einer unheiligen Allianz ab.

Ein gutes Beispiel für die ideologische Politik von Links-Grün ist die Flugticketabgabe. Diese ist wirkungslos, wie internationale Beispiele zeigen: Die Flughäfen London Luton, London Gatwick, Wien, Frankfurt, München und Kopenhagen haben trotz Flugticketabgabe massiv steigende Flugzahlen. Der Hintergrund der Einführung solcher Abgaben ist ein anderer: Ziel ist es, neue Abgaben für mehr Umverteilung zu gewinnen. Die Wirkung im Klimabereich ist jedoch gleich null. Die Gefahr besteht ausserdem, dass es zu Verlagerung zu kostengünstigeren Flughäfen im Ausland kommen könnte. Deshalb stellte sich auch Bundesrätin Doris Leuthard gegen die Flugticketabgabe.

Ich bin überzeugt, dass Lenkungsabgaben das geeignetste Mittel für den Klimaschutz sind. Einerseits müssen diese wirkungsvoll sein und anderseits darf dabei die Abgabenlast pro Kopf nicht steigen. Der Staat muss seine Steuern an anderen Stellen reduzieren, denn bereits heute zahlen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Schnitt 42 Prozent ihrer Ausgaben an den Staat.

Im Herbst 2019 ist Klimawahl. Wer Links-Grün wählt, riskiert eine Fülle an unwirksamen Massnahmen, welche viel Geld kosten. Wer dem Freisinn die Stimme gibt, schützt Klima und Portemonnaie.

Gian Brun, Präsident Jungfreisinnige Kanton Zug, Hünenberg See

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