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Die Volieren am Zuger Seeufer entzücken viele immer wieder aufs Neue

Der Ornithologische Verein hat bei der Voliere am Landsgemeindeplatz Interessierten einen Blick hinter die Kulissen gewährt. 50 exotische und einheimische Vogelarten haben dort eine Heimstatt gefunden.
Nils Rogenmoser
Zwei Doppelkopf-Amazonen-Papageien versuchen sich in der Zuger Voliere einen Platz in der ersten Reihe zu erkämpfen. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 26. Mai 2018)

Zwei Doppelkopf-Amazonen-Papageien versuchen sich in der Zuger Voliere einen Platz in der ersten Reihe zu erkämpfen. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 26. Mai 2018)

Wer in Zug lebt, hat bestimmt schon einmal an den Vogel-Volieren haltgemacht. Dem Lebensraum von über 50 Vogelarten, der inmitten des Trubels am Landsgemeindsplatz eine faszinierende Idylle bildet. Jährlich lädt der Ornithologische Verein der Stadt Zug zu einer Führung ein – am vergangenen Samstagvormittag ist es wieder so weit gewesen.

Annelies Häcki Buhofer, Präsidentin des 140-jährigen Vereins, beschreibt die Faszination der beiden Zuger Volieren: «Spannend ist das Zusammenspiel spektakulärer exotischer und uns bekannter einheimischer Vögel. Die Arten ergänzen sich und werden in adäquaten wunderschönen Lebensräumen gehalten.» Immer wieder werde der Bestand erneuert und angepasst, so Häcki Buhofer weiter: «Dazu stehen wir mit Spezialisten im Tauschhandel. Auch kümmern wir uns um kranke und verletzte Vögel oder nehmen Vögel, die von Privaten nicht mehr gepflegt werden können, auf.»

Vergiftete Wellensittiche werden nicht ersetzt

Wie unsere Zeitung berichtet hat, sind kürzlich fünf Wellensittiche an einer Vergiftung gestorben. «Leider wird verbotenerweise immer wieder gefüttert, was verantwortungslos ist.» Die Wellensittiche, die an verdorbenen Futterflocken gestorben sind, würden laut Häcki Buhofer momentan nicht ersetzt – der Platz werde für Notfallvögel bereitgehalten.

Die Zeit der Führung vergeht wie im Flug

Die milden Temperaturen locken zahlreiche Zugerinnen und Zuger zum Rundgang. Nach einem warmen Empfang übernehmen die beiden Pfleger Selina Buonomo und Max Arregger die Führung. Arregger erläutert die Erkennungsmerkmale der Gattung Amazonenpapageie und weist darauf hin, dass von 31 Arten 16 gefährdet sind. Grosser Bewunderung erfreut sich ein 12 Wochen junges Küken, das von den Altvögeln aus dem Nest befördert worden ist und nun von Hand aufgezogen wird. Feierlich wird es mit den Anwesenden auf den Namen Zoro getauft – dank den Konsonanten wird der Papagei ihn wohl aussprechen lernen. Von niedlich pfeifenden Bartmeisen, über den seltenen Balistar, bis zu den fünf Entenarten wird gespannt beobachtet.

Ein Highlight bietet der Beo, der voller Energie im Käfig umherfliegt. Platziert sei er bewusst gegen den See, so Buonomo schmunzelnd: «Seine Wortäusserungen sollen die Hotelgäste nicht stören.» Es ist nicht das Ziel, dem Beo Wörter beizubringen, meint Buonomo weiter: «Wir finden es falsch, ihn zu vermenschlichen.» Das Schneeeulenmännchen sei fleissig, loyal und füttere jeweils zuerst seine brütende Partnerin – inspirierende Charakterzüge, so die allgemeine Meinung.

Nach der Führung durch die Voliere werden geduldig offene Fragen beantwortet und Futterarten erklärt. Christine Brun hat es gefallen: «Die Führung bietet jedes Jahr Überraschungen – heute fand ich es angenehm und informativ.»

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