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Altes Kantonsspital Zug: Diese Räume sind heiss begehrt

Das alte Kantonsspital beherbergt seit Jahren verschiedenste Parteien. Ein Zuger Verein musste sein Lokal jedoch kürzlich aufgeben, angeblich weil die kantonale Verwaltung weitere Büros benötigt.
Laura Sibold
Im ehemaligen Personalhaus (links) ist auf acht Stockwerken die kantonale Verwaltung untergebracht. (Bild: Stefan Kaiser, 1. Januar 2019)

Im ehemaligen Personalhaus (links) ist auf acht Stockwerken die kantonale Verwaltung untergebracht. (Bild: Stefan Kaiser, 1. Januar 2019)

Seit das Zuger Kantonsspital 2008 den Neubau in Baar bezogen hat, sind in den Räumlichkeiten an der Artherstrasse in Zug diverse Zwischennutzungen untergebracht: Büros der kantonalen Verwaltung, Asylsuchende, kleineren Firmen und verschiedene Vereine.

Der türkische Verein Zug ist seit kurzem nicht mehr auf dem Areal des alten Kantonsspitals. Er musste sein Lokal per Ende 2018 verlassen. Man sei erst vor zwei Monaten über die Kündigung des Mietverhältnisses informiert worden, bestätigt Ümit Sarigecili, Vizepräsident des türkischen Vereins. «In der Stadt Zug ist es leider ein Ding der Unmöglichkeit, so kurzfristig ein neues Lokal zu finden. Wir existieren momentan nur noch auf dem Papier.» Mangels eines Vereinslokals hat der türkische Verein alle Aktivitäten – allen voran der bekannte Sonntagsbrunch – vorerst auf Eis gelegt.

Bezieht der Kanton bald weitere Büros?

Ihm sei mitgeteilt worden, dass im Juni eine weitere Abteilung der Verwaltung das ehemalige Lokal des türkischen Vereins vorübergehend beziehen werde, verrät Sarigecili. Zu dieser Aussage war von Seiten des Kantons und der Stadt niemand für Auskünfte zu erreichen. Im ehemaligen Personalhaus des alten Kantonsspitals sind jedoch seit Jahren verschiedene kantonale Büros untergebracht. Seit 2011 hat der schulpsychologische Dienst seine Büros im ehemaligen Personalhaus bezogen. Einige Jahre später folgten weitere Abteilungen des Amts für gemeindliche Schulen sowie das Mandatszentrum des Amts für Kindes- und Erwachsenenschutz. Baudirektor Florian Weber erklärt: «Das ehemalige Personalhaus ist das Provisorium für die kantonale Verwaltung, bis die Büros an den Standort An der Aa umziehen können.»

Dafür müsse zuerst der Neubau für den Rettungsdienst und die Verwaltung erstellt werden, dessen Fertigstellung bis 2025 geplant ist. Neben der kantonalen Verwaltung ist im alten Kantonsspital auch immer noch Platz für Asylsuchende vorgesehen. Der Kanton verfügt im Seeflügel über ein Provisorium für maximal 80 Personen, das voraussichtlich bis zur Einweihung der neuen Durchgangsstation Steinhausen bestehen bleibt. Im Südflügel sind drei Stockwerke an die Stadt Zug vermietet, auf denen ebenfalls noch Asylsuchende untergebracht sind.

Bebauung des Areals ist für 2026 geplant

Derweil nimmt das Neubauprojekt für das Areal an bester Lage im Süden der Stadt Zug einen neuen Anlauf. Im Frühling 2019 wird ein Ideen- und Investorenwettbewerb ausgeschrieben. Dieser beinhaltet laut dem Baudirektor eine Überbauung mit publikumsattraktiver, öffentlicher Nutzung, Alters- und normalen Wohnungen sowie einen Hotel- oder Gastronomiebereich. Auch was im Detail auf dem Areal zu stehen kommt, soll der erwähnte Wettbewerb zeigen. Die Bebauung durch einen Investor ist gemäss kantonaler Baudirektion ab 2026 geplant.

Ideen lagen schon vor zehn Jahren vor

Bis zur Bebauung dient das alte Kantonsspital den diversen Parteien weiterhin als Provisorium. Dass es wegen der Zwischennutzungen zu Bauverzögerungen kommen könnte, verneint Weber: «Die Mietverhältnisse für sämtliche Zwischennutzungen sind befristet. Daraus werden sich keine Verzögerungen ergeben.» Die Bebauung des Areals voranzutreiben, scheint auch wünschenswert, wenn man einen Blick zurückwirft. Bereits vor zehn Jahren war die Neugestaltung des alten Kantonsspitals ein Thema. Nachdem der Bebauungsplan Belvedere 2008 an der Urne bachab geschickt wurde, schmiedeten Stadt und Kanton neue Pläne. Doch aufgrund fehlender Investoren wurde auch die Idee eines neuen Zuger Kunsthauses vor rund vier Jahren wieder verworfen.

Die jetzigen Mieter im alten Kantonsspital stört das nicht. Das Areal sei noch immer sehr belebt, er wisse nicht, wo noch eine Ecke frei sei, sagt Johny Padua, Gründer des Tüftellabors Einstein. Neben dem Tüftellabor sind noch zwei Vereine an der Artherstrasse eingemietet. Es sind dies der serbische Kulturclub sowie die Organisation Schooling, wie die Stadt Zug bestätigt.

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