Dieser Baarer Gäuggel wird auch in Zug gefeiert

Marcel Feuchter ist Fasnächtler des Jahres 2011. Neuigkeiten gibts ausserdem für fasnachtsbegeisterte Familien und Kinder.

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Der Zuger Fasnächtler des Jahres 2011 heisst Marcel Feuchter. (Bild: Andrée Stössel/Neue ZZ)

Der Zuger Fasnächtler des Jahres 2011 heisst Marcel Feuchter. (Bild: Andrée Stössel/Neue ZZ)

Der Schmutzige Donnerstag steht vor der Tür – höchste Zeit für die Zuger Chesslete, ihr diesjähriges Fasnachtsprogramm zu präsentieren. Das tat sie am Presseapéro im Hotel Ochsen in Zug vom Mittwoch. Jascha Hager, Präsident der Vereinigung Zuger Chesslete, gab gleich zwei Neuerungen bekannt, über die sich vor allem Familien und junge Fasnächtler freuen dürften. Neben dem traditionellen Programm werden ein Familien-Zmorgä am Anschluss an die Tagwache sowie eine Kinderfasi nach der Konfettischlacht organisiert. «Bisher bestand für Familien an der Tagwache meist keine Möglichkeit, sich an der Wärme zu verpflegen», stellte Jascha Hager fest. Die Beizen seien voll und einige Fasnächtler vom Vorabend schon recht angeheitert. Deshalb offeriert die Vereinigung Zuger Chesslete nun im Foyer des Rathauses um 6 Uhr ein einfaches Familien-Zmorgä – in «alkoholfreier Umgebung». Einzig ein Familienmitglied sollte im Besitz eines Badges sein, den es für 5 Franken vor Ort zu kaufen gibt.

Fasnacht für Schüler

Letztes Jahr wurde das Fasnachts-Förderprogramm für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. «Ziel ist es, die Kreativität der jungen Menschen zu fördern und die Fasnacht als Kulturgut bei ihnen zu etablieren», erklärte Hager. Denn bisher war für die Schüler, die den Umzug am Nachmittag mitgestalten, nach der Konfettischlacht die Fasnacht zu Ende. Gerade für etwa 13- bis 18-Jährige habe es kaum eine Plattform gegeben. Nun werden aber ab 16.30 Uhr bis zum Eindunkeln auf dem Landsgemeindeplatz zwei Extrazelte für Kinder geöffnet und alkoholfreie Getränke gratis abgegeben – natürlich fehlen dabei die Guggenklänge nicht. Auf die elterliche Aufsicht zählen die Organisatoren. Jascha Hager macht ausserdem darauf aufmerksam, dass auch Jugendliche, die nicht mehr mit der Schule am Umzug mitmachen, mit einem eigenen Projekt teilnehmen dürfen. Damit die Fasnacht auch weiterhin bestehen kann, braucht es Helfer, und die seien knapp, so Hager. «Hier also ein Aufruf: Helfer gesucht!»

Fasnachtsurgestein

Seit 2008 kürt die Zuger Chesslete gemeinsam mit der Letzibuzälizunft den Zuger Fasnächtler des Jahres. Am Mittwoch lüftete denn auch Zunftmeister Arthur Brühlmann das Geheimnis: Der Zuger Fasnächtler des Jahres 2011 ist das Baarer Fasnachtsurgestein Marcel Feuchter. Der vierfache Familienvater war während 20 Jahren im Vorstand der Baarer Fasnachtsgesellschaft, 9 davon als Präsident. «Zusammengefasst: Marcel Feuchter war in den letzten 20 Jahren kaum aus der Zuger Fasnachtsszene wegzudenken», sagte der Zunftmeister. Und Feuchter meinte dazu: «Ich möchte die Baarer Fasnachtsbegeisterung nach Zug bringen und wünsche uns allen eine grandiose Zuger Fasnacht.» Die offizielle Laudatio findet am Fasnachtssamstag, 5. März, im Anschluss an den Herti-Umzug im St. Johannes statt.

Andrée Stössel

Das Programm der Zuger Chesslete

Das läuft am Schmutzigen Donnerstag, 3. März:
- 5 Uhr: Tagwache auf dem Landsgemeindeplatz mit neun Guggen.
- 6 Uhr: Familien-Zmorgä im Rathaus am Fischmarkt.
- 9 Uhr: Guggerbeiz im Metalli mit Guggenmusik.
- 11.30 Uhr: Risotto und Guggenauftritte auf dem Bundesplatz, offeriert von der IG Bundesplatz.
- 14.30 Uhr: Kinderumzug; Route Kolinplatz, Postplatz, Bundesplatz.
- 16 Uhr: Konfettischlacht.
- 16.30 Uhr: Kinderfasnacht auf dem Landsgemeindeplatz.
- 16.30 Uhr: Fiirabigmusig im Bahnhof Zug mit 17 Musiken.
- 20 Uhr: Chesselwy in der Zuger Altstadt und auf dem Landsgemeindeplatz.

Weitere Auftritte von Guggenmusiken auf vier Bühnen, Restaurants und Bars zum Weiterfeiern. Um 1, 2 und 3 Uhr fahren Extrabusse die Fasnächtler nach Hause. Beizen offen bis 5 Uhr.